| Silvio im Rosengarten |
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Autor: |
Juan Ramon Ribeyro |
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Produktion: |
WDR 1985 / Parlando
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Regie: |
Heinz-Dieter Köhler |
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Bearbeitung: |
Wolfgang A. Luchting |
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Länge: |
69 min. |
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Mitwirkende: |
Christian Brückner, Hans Günter Martens, Michael Lenz, Peter Pasetti, Fred
Maire, Benno Kusche, Irmgard Först, Adela Florow, Julius Mitterer, Rainer
Goernemann, Gloria Swoboda, Jaron Löwenberg, Steffi Köhler, Paul Bürks, Alwin
Joachim Meyer, Thomas Lange und Ria Hans |
Inhalt: |
Den jungen Silvio verschlägt es unfreiwillig aus der Hauptstadt Lima in das
peruanische Hochland, wo er eine Hacienda - den allseits begehrten "Rosengarten"
- erbt. Eigentlich wollte er als Kind ein begnadeter Geiger werden. Der Versuch
in der Abgeschiedenheit heimisch zu werden und mit seinen äuerlichen Nachbarn
ein kulturell anregendes Leben zu führen, scheitert. Nach Jahren der
Zurückgezogenheit, in die er sich vergräbt, "dauert" er nur noch und bemitleidet
sich. Als er in den jahrhundertealten Rosenbeeten zufällig die Beobachtung
regelmässiger Strukturen und Muster macht, beginnt er im Reich der Zeichen nach
dem Sinn des Lebens zu suchen. Aber auch dieses Unterfangen scheint nur in
Sackgassen zu enden. Bis eines Tages der Brief seiner entfernten Cousine Rosa
aus Italien die morbide Welt aus dem Gleichgewicht bringt - und erneut Sinn in
die endlosen Tage zu bringen verspricht... |
Bemerkungen: |
Ein sehr schönes Hörspiel über die Suche nach dem Glück, wurde hier von Wolfgang
A. Luchting nach dem Roman von Juan Ramon Ribeyro geschaffen.
Christian
Brückners Stimme wirkt zunächst etwas fremd in der Gestalt des Silvio. Er klingt
schon mit Anfang 30 so markant wie heute, was auf Anhieb zur Rolle nicht passen
will. Allerdings wächst es recht schnell zusammen und nach wenigen Minuten sind
Stimme und Figur untrennbar verbunden.
Neben dem exzellent aufgelegten
Hauptsprecher, ist auch der Rest des Ensembles durchaus hörenswert, auch wenn -
sieht man von Erzähler Hans-Günter Martens ab - die Rollen doch im Regelfall nur
sehr klein ausfallen.
Die Geschichte des Hacienda-Besitzers Silvio, der
viel lieber Geiger wäre und sein Leben in einer ständigen Berg- und Talfahrt vor
sich hin lebt, kommt ohne große Knalleffekte aus. Vielmehr sind es eher kleine
Dinge, die hier sein Leben ausmachen. Diese werden vom Autor sehr liebevoll
gezeichnet, so dass die Geschichte wirklich sehr gut hörbar wird.
Auch
wenn - vielleicht auch gerade weil - die Geschichte nicht groß darauf, angelegt
ist, eine Prämisse herauszuarbeiten und zu propagieren, lässt die Erzählung den
Hörer nicht los. Hier ist mehr der Weg das Ziel und so kommt trotz fast 70
Minuten Spielzeit zu keiner Zeit Langeweile auf.
Ein Hörspiel zum
Genießen! |
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