| Sirovys Träume von Irena Vrkljan und Benno Meyer-Wehlack Komposition: Gerd F. Schumann Regie: Annette Kurth WDR 2004 53 Min. Hörprobe: Mit Nicole Heesters, ![]() Bild: WDR/S. Anneck Hanns Zischler, Lisa Kreuzer und Laura Maire Ein Bild weckt Alines Kindheitserinnerungen: ein Jüngling im roten Mantel auf einem verschlungenen Bergweg, der zu einem Schloss führt. Oft hatte Alina zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Theresa vor diesem Bild in der elterlichen Wohnung in Zagreb gestanden. Der Maler hieß Karl Sirovy und war ein Freund des Vaters. Alina beginnt zu recherchieren. Angeblich soll Sirovy 1945 umgekommen sein, aber nach anderen Informationen haben der Maler und seine Frau, die jüdische Pianistin Zdenka, 1948 noch gelebt. 40 Jahre später findet Alina Karls Schwester und eine Fülle seiner Bilder. Zu Lebzeiten hatte er sie nie ausstellen können. Auch Zdenka hatte nach und nach auf das Klavierspielen verzichten müssen: Aus Furcht vor einem Abtransport saßen sie, wie es nach einem im Hörspiel zitierten Satz des 1943 ermordeten polnischen Künstlers Bruno Schulz heißt, „im Schatten ihres Schicksals und wehrten sich nicht.“ Dennoch überlebten die beiden den Krieg, nicht aber die Jahre danach. „Sirovys Träume“ wurde von der Filmstiftung Nord-rhein-Westfalen gefördert. Irena Vrkljan, geboren 1930 in Belgrad, war ab 1952 Mitglied des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. In den 60er-Jahren studierte sie an der Westberliner Hochschule für Film und Fernsehen. Sie veröffentlichte Lyrik und Prosa, Hör- und Fernsehspiele. Benno Meyer-Wehlack, geboren 1928 in Stettin, war Fernsehspieldramaturg beim swf und beim sfb, lebt aber seit 1968 als freier Autor in Berlin. Er ist Mitglied des P.E.N. und der Akademie der Künste. Er zählt zu den Pionieren und produktivsten Autoren des deutschen Hörspiels. Für „Die Versuchung“ erhielt er 1958 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. |
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