Flugstunde

von Ernst W. Heine
Regie: Rainer Zur Linde
DRS 1984
11 Min.


Mit: Sarah Misiak, Michael Schacht


Sie, wesentlich jünger als er, folgte ihm jahrelang blind, selbst den Flugschein machte sie, obwohl sie die Fliegerei hasst. Jetzt möchte sie den Schlussstrich ziehen und die Macht der Gewohnheit kommt ihr zu Hilfe...


Bemerkungen:

Eher nur ein "Quasi-Hörspiel", denn was man hier zu Ohren bekommt, würde man heute wohl eher als szenische Lesung betrachten. Michael Schacht erzählt hier vom traurigen Leben einer Frau, die stets unter ihrem herrschenden Ehemann leidet und nun auszubrechen sucht. Das Schicksal hilft ihr dabei schneller als erwartet.

Die rund 10 Minuten effektive Spielzeit kann man natürlich nicht zu einem großartigen Psychogramm nutzen. Hier geht es kurz und knackig zu und da ist es wichtig, den Zunder für die Pointe gut versteckt in der Geschichte unterzubringen. Das gelingt hier recht gut, wenngleich das gewohnte "Schreckmümpfeli"-Ohr ein Gespür für diese Hinweise entwickelt. Hier erschließt sich die Pointe allerdings nur bedingt aus dem Erzählten, da auch der Zufall deutlich die Hand im Spiel hat.

Ein solider Vertreter des kleinen schweizer Grusels am späten Montagabend. Solide produziert, mit guten Stimmen besetzt und pointiert erzählt. 
 
Meine Wertung: + +
 
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