| Starke Stücke für Kinder Peter Tschaikowsky: "Der Nussknacker" von Sylvia Schreiber Regie: Eva Demmelhuber BR-KLASSIK / Igel Records 2010 71 Min. Mit Sunnyi Melles, Udo Wachtveitl, Hubert Mulzer, Stefan Wilkening, Rudi Wessely, Michael Habeck, Paul Herwig, Mira Dietl u.v.a. |
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| Frolowskoje im
Februar 1891- Peter Iljitsch Tschaikowsky komponiert Ballettmusik für
den "Nussknacker". Eigentlich ist das eine reizende Geschichte für
Kinder, vielleicht auch für Erwachsene, aber bestimmt nicht für Mäuse!
Warum auch sollten sich die Nagetierchen für Marie und Fritz
interessieren, die am Weihnachtsabend mechanische Puppen geschenkt
bekommen? Was juckt sie der schrille Onkel Drosselmeyer, ein hölzerner
Nussknacker oder gar eine klebrige Zuckerfee? Bei den Schlapko-Brüdern,
die sich mit ihrer Mäusefamilie im Haus von Tschaikowsky eingenistet
haben, sieht das anders aus: Die sind ganz wild auf die Geschichte,
denn darin kämpft schließlich ein Mäusekönig gegen Zinnsoldaten! Nacht
für Nacht stöbern sie klammheimlich in der Partitur herum. Dummerweise
hinterlassen die Mäuse dabei kleine braune Ködelchen. Tschaikowsky ist
entrüstet und holt sich eine Katze als Kammerjäger ins Haus. Jetzt wird
es ungemütlich zwischen Klavier, Nussknacker und Partitur... Bemerkungen: In der Reihe "Starke Stücke" stellen der BR und Igel Records große Werke der klassischen Musik vor. Dazu erzählen sie Geschichten, um deren Entstehung, bei denen allerdings nur die historischen Eckdaten und die wichtigen Bezüge auf das Werk selbst stimmen dürften. Vieles hat fiktionalen Charakter, wie auch "Der Nussknacker" zeigt. Sylivia Schreiber erzählt die Geschichte mit zwei Mäusen in der Hauptrolle, die im Hause Tschaikowskys hausen. Sie studieren seine Noten und erleben so die Entstehung des "Nußknackers" mit. Das und die sehr forsche Art, wie dies von den Schauspielern dargestellt wird, macht das Stück zwar einerseits temporeich und interessant, wirkt aber andererseits auch ein wenig zu kitschig, so dass hier eher der jüngere Teil der anvisierten Zielgruppe angesprochen wird. Dem steht allerdings entgegen, dass das Stück mit mehr als 70 Minuten Spielzeit für jüngere Ohren schon eine Herausforderung darstellt. Unter diesem Aspekt hätte man, auch wenn es hier eigentlich keine langweiligen Passagen gibt, sich etwas kürzer fassen können. Zumal man damit auch den Fokus mehr auf das musikalische Werk an sich, denn auf den Rahmen hätte legen können. Auch wenn die Idee dieser Reihe, mit einem Hörspiel auf der einen CD, das musikalische Werk, das auf der zweiten zu finden ist, leichtgängig zu erklären, einfach genial ist, hätte ich mir in diesem Fall eine etwas konzentriertere Ausrichtung auf das eigentliche Thema gewünscht. So kann ich es zwar insgesamt noch positiv bewerten, halte es allerdings für eine der schwächeren Folgen der Reihe. Meine Wertung: + + |
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