Storyboard

von Herbert Beckmann

Regie: Ulrich Lampen
SWR 2006
55 Min.



Hilla: Bianca Nele Rosetz
Yannick: Wolf-Niklas Schykowski
Staatsanwältin: Heide Benz
Ninja: Mira Partecke
Steff: Ludwig Trepte
Oskar: Christoph Ortmann
Chili: Rosalie Thomass
Kai: Bernd Gnann
Dr. Kovac: Berthold Toetzke
Ferner wirken mit: Christiane Bachschmidt, Nicole Boguth und Andreas Szerda


Fünf Jugendliche fahren mit ihrem Betreuer ins Sommerlager nach Schweden. Sie gelten als verhaltensauffällig und sollen durch die erlebnispädagogische Maßnahme therapiert werden. Mitten im Wald haben sie eine Autopanne: Der Betreuer verlässt sie, angeblich um Hilfe zu holen, doch er kehrt nicht zurück.

Hilla, Ninja, Steff, Oskar und Chili versuchen daraufhin, sich allein durchzuschlagen. Sie erleben seltsame Abenteuer – und gelangen zu der verstörenden Erkenntnis, dass alles nur inszeniert ist. Als Hilla und Steff auf dramatische Weise verunglücken, übernimmt Staatsanwältin Heide Benz die Ermittlungen. Sie bekommt es mit menschlichen Abgründen zu tun, die mehr als nur erschreckend sind.


Bemerkungen:

In "Storyboard" erzählt Herbert Beckmann eine verstörende Geschichte, die den Hörer recht ratlos zurücklässt. Das vorweggenommene Ende wird durch die Handlung nur faktisch erklärt, die Motive werden nicht deutlich und es bleibt so jedem selbst überlassen, sich aus dem Unglück die Schlüsse zu ziehen.

Das Stück ist in seiner rückblickenden Erzählweise gut dargestellt. Die Inszenierung über die Diktiergerätaufnahmen immer wieder in die Schilderungen der einzelnen Beteiligten, und von dort aus auch in die Geschichte selbst hineinzublenden, ist sehr gelungen.
Auch die Art, wie die Sprecher hier die Rollen ausgestalten, ist im Hinblick auf den Inhalt schon erschreckend glaubwürdig. Eine wirklich gute Leistung aller Beteiligten.

Auch, wenn dieses Stück als Kriminalhörspiel in eine Genre eingeordnet wurde, in das es nicht so ganz passen will, da es von der Darstellung und Handlungsverlauf nicht dem üblichen Schemata entspricht, sollte man sich diese Produktion ruhig anhören - Kalt lässt sie den Hörer bestimmt nicht.
 
 
Meine Wertung: + + + +

Zur Startseite