| Strandrövers Von Gerhard Bohde Regie: Wolf Rahtjen RB / NDR 1973 Mit: Hajo Freitag, Frank Grupe, Hans-Jürgen Ott, Ruth Bunkenburg u. a. Drei etwas trottelige Fischer, ein knorriger Strandvogt, ein paar kichernde Frauen - und in diesem Fall auch noch ein "Haifisch" von Kneipenwirtin - das ist das Personal, mit dem Gerhard Bohde zu gern seine witzigen und idyllischen Hörspiele bevölkert: Sie tauchen so regelmäßig auf wie andernorts Arlecchino oder Kasper und das Krokodil. Und wie dort können wir sicher sein, dass auch diese sehr vergnügliche Geschichte kein böses Ende hat! Gerhard Bohde wurde 1921 in Wyk auf Föhr geboren, brach mit 15 seine Lehre ab und fuhr zur See. Nach dem Krieg wurde er zunächst Kaufmann und dann Soldat, aber aus den frühen Erfahrungen der Seefahrts-Zeit schöpft er den Stoff für seine Autorentätigkeit, die er erst 1967 begann. Außer zwanzig Hörspielen hat er auch Stücke für das Ohnsorg-Theater und ein Buch über seine Jugend auf See geschrieben. Bemerkungen: Einen Klassiker aus dem plattdeutschen Hörspielarchiv bekommt man hier serviert. Ein typischer norddeutscher Schwank, der mit den bekannten, aber immer wieder unterhaltsamen Elementen der Verwechslungskommödie spielt. Dazu gibt es eine recht buntes Figurenensemble, das aber auch auf bewährte Funktionalitäten setzt. "Strandrövers" wird insoweit keinen Innnovationspreis gewinnen, besitzt aber mit einem sehr vergnüglichen und temporeichem Plot genügend Unterhaltungswert, um den Hörer bestens unterhalten zu können. Auch die bei der Umsetzung hörbare Spiellaune der Akteure sorgt hier dafür, dass der Funke schnell überspringt. Die sprachliche Hürde ist in den unterschiedlichen Rollen verschieden hoch, der rote Faden sollte aber jedoch auch mit geringem Sprachverständnis zu meistern sein. Gute Unterhaltung - darf ich den Hörern hier wünschen, die Voraussetzungen dafür bringt "Strandrövers" jedenfalls mit! Meine Wertung: + + + |
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