| Streng vertraulich Hörspiel in zwei Teilen von Claus-Erich Boetzkes Regie: Erwin Weigel BR 1986 82 Min. Alexander Dobrin: Reinhard Glemnitz Wladimir Wagner: Klaus Havenstein Veronique le Bouvet: Ilona Grübel Marie-Therese: Elisabeth Endriss Koller, Hauptkommissar: Franz Boehm Martha Neumann: Heidy Forster Jack Londale, Hacker: Joachim Höppner Rubens, Fälscher: Michael Habeck Professor Isaak: Hans Quest Peter Pius Irl, Michael Harles, Margot Mahler, Michael Hoffmann, Alexander Malachovsky, Erwin Weigel, Horst Sachtleben, u.a. Alexander Dobrin ist Journalist, hat in München und New York Biologie studiert und beschäftigt sich seit Jahren mit der Gentechnologie. Er ist neugierig und misstrauisch. Er glaubt nicht daran, dass die Gentechnik erst auf dem Stand harmloser Tierexperimente ist. Und eines Tages bekommt er dafür die Bestätigung. Irgendwo macht man geheime Versuche an Menschen, Versuche, die grauenvoller sind, als alles, wovon er je zuvor gehört hat. Sein Informant ist Vladimir Wagner, ein russischer Wissenschaftler, der vor zwei Jahren plötzlich verschwunden ist. Jetzt - am Telefon - behauptet er, wegen des Besitzes hochbrisanten Materials zu diesem Thema verfolgt zu werden. Kurze Zeit später wird die Polizei in München an den Schauplatz eines Mordes gerufen. Leiche, männlich, mindestens 12 Einschüsse. Claus-Erich Boetzkes, geboren 1956 im bayerischen Memmingen, war Autor in der Wissenschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks. In dieser Zeit verfasste er das Hörspiel "Streng vertraulich". Er schrieb unter anderem das Buch "Scheintot begraben". Für eine Hörfunk-Reportage über eine Nierentransplantation bekam er den "Kurt-Magnus Preis" der ARD. Heute moderiert Boetzkes die ARD-Tagesschau. Bemerkungen: Zwischen der Moderation der Tagesschau und dem Schreiben von Kriminalgeschichten scheint es einen Zusammenhang zu geben. Neben Köpke und Wickert hat sich auch Claus-Erich Boetzkes schon in diesem Fach versucht. In seinem Hörspiel "Streng vertraulich" erzählt er einen spannenden SF-Thriller, bei dem es um die Aufklärung geheimer Genversuche an Menschen geht. Der Journalist Alexander Dobrin gerät hier auf die Spur dieser Machenschaften, doch alle, die Kenntnis von den Forschungen haben, kommen, bevor sie diese an Dobrin weitergeben können, ums Leben. Boetzkes inszeniert eine spannende Jagd nach der Wahrheit und entsprechenden Beweisen. Gleich am Anfang nimmt er das Ende vorweg - was aber zum einen der Spannung nicht schadet, zum anderen der Geschichte Glaubwürdigkeit verleiht. Das Hörspiel wurde in der Zeit produziert, als der BR noch eine wahre Größe in der Krimiproduktion darstellte. Erwin Weigel hat die Geschichte mit vielen bekannten und guten Stimmen inszeniert. Hörenswert neben Reinhard Glemnitz sind vor Joachim Höppner als Hacker und Michael Habeck als Fälscher. Ein Hauch James Bond wehte hier durch die Hallen des BR. "Streng vertraulich" ist ein spannendes und unterhaltsames Hörspiel - hier lohnt sich das Einschalten! Meine Wertung: + + + + |
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