| Gérard de Nerval Sylvie Aus dem Französischen von Walter Andreas Schwarz Hörspielbearbeitung: Jean Forest Regie: Ludwig Cremer hr 1955 49 Min. Die Liebe zu einer Schauspielerin lässt den Ich-Erzähler seine Jugendzeit heraufbeschwören, die Zeit seiner ersten Liebe auf dem Lande, seine Zuneigung zu Sylvie, dem Mädchen aus dem Nachbardorf, die aber unvermittelt von der strahlenden Schönheit Adriennes verdunkelt wurde. In seinem Erinnerungsstrom wird dem Erzähler bewusst, dass er in der Schauspielerin ein Mädchen seiner Jugendzeit wiederzuerkennen glaubt. Er beschließt, nach Loisy zu fahren, um zu sehen, was aus Sylvie und aus Adrienne geworden ist.... Mit Walter Andreas Schwarz, Gertrud Kückelmann, Hilde Nocker, Karl Lieffen, Fritz Saalfeld und Erna Lorenz. Gérard de Nerval, eigentlich Gérard Labrunie, wird als Sohn eines Arztes 1808 in Paris geboren; publiziert bereits 1826 erste Gedichte und übersetzt Goethes »Faust I«, den Hector Berlioz 1829 auszugsweise vertont. 1830 gibt er eine Anthologie selbst übersetzter deutscher Gedichte heraus und wird damit ein wichtiger Vermittler deutscher Literatur in Frankreich. 1841 erste Anzeichen einer Geisteskrankheit; nach wiederholten Aufenthalten in Nervenheilanstalten begeht er 185 Selbstmord. |
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