| Take it or leave it
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Autor: |
Raymond Federman |
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Produktion: |
BR 1999 |
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Regie: |
Ulrich Gerhardt |
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Länge: |
83 Min. |
Mitwirkende: |
Graham F. Valentine, Hans-Peter Hallwachs
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Inhalt: |
Die Geschichte eines französischen Einwanderers spielt 1951 in den USA. Der
Ich-Erzähler ist ein Fallschirmjäger, der vor seinem ersten Einsatz in Korea 30
Tage lang mit einem alten Buick über Land fährt, einerseits froh, Ausgang zu
haben, andererseits verärgert, da er wegen eines Formfehlers seinen Sold nahe
der kanadischen Grenze abholen muß. Doch die Freude überwiegt, denn er muß jetzt
seine Kameraden nicht mehr sehen, dumpfe Kraftprotze aus dem Süden, denen er für
je 5 Dollar Liebesbriefe schrieb. In der Kaserne wurde nur über Pokern und
Frauen gesprochen, das Interesse des Ich-Erzählers aber richtete sich auf die
Literatur - und den Jazz. Einmal hat er sogar Charlie Parker sein Saxophon
geliehen (3 Wochen lang wischte er danach sein Mundstück nicht mehr ab). Und er
trifft seine alte Liebe in New York wieder, die aber dummerweise mit einem
anderen Typen zusammenlebt. So fährt er gleich weiter, den Kopf voller
Erinnerungen an schöne Frauen, Jazzsessions, Bücher und seine drei Jahre in den
USA.
In dieses literarische Roadmovie mischen sich aber auch andere Töne.
Der Erzähler hat als Jude in Frankreich die Okkupation überlebt, die Eltern und
Geschwister wurden ermordet. Wie davon erzählen? Wie damit umgehen, daß die
amerikanischen Juden ihn bemitleiden und fortwährend helfen wollen? Wie die
eigene Geschichte wiedergeben? Federman schüttet ein Füllhorn literarischer
Tricks aus, 'Take it or leave it' ist ein verspielter Bericht, ein rauschhaftes
Lamento, ein offenes Selbstgespräch und eine intellektuelle Reflexion. Federman
spielt auf dem Instrumentarium literarischer Möglichkeiten, statt einen Stil zu
benutzten, scheint er mit mehreren zu improvisieren - und erspielt sich so das
ganze Repertoire zeitgenössischen Erzählens.
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