| Tod geht durch den Magen
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Autor: |
Heinz Kulas |
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Produktion: |
RB 1985 |
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Regie: |
Hans-Jürgen Ott |
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Länge: |
39 Min. |
Mitwirkende: |
Gert Haucke - Kommissar Tigre
Witta Pohl - 1. Assistent
Ulrich von Bock - 2. Assistent
Harald Hallgard - Konsul Fleischhauer
Marianne Schilling - Nora, Haushälterin
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Inhalt: |
Kommissar Tigre schätzt aufgeklärte
Fälle in seinem Kommissariat ebenso wie Mitarbeiter, die nicht
übermäßig laut im Büro Radio hören.
Außerdem ist er ein Freund der feinen Küche. Als er eines
Tages die Todesursache einer Frau aus ersten Kreisen klären muss,
bittet er seine Mitarbeiter häufiger als sonst zu einem privaten
Essen vor und nach der Arbeit. In der gepflegten Umgebung eines
Restaurants lässt es sich - so meint Tigre - besser über die
möglichen Todesursachen der Frau Konsul und über das
Verhalten des Witwers diskutieren. Als der Fall geklärt ist, der
Täter überführt, gibt Tigre ihm den Rat: "Essen sie
weiter so wie bisher, so dienen sie der Gerechtigkeit." In seinem
Kriminalstück "Tod geht durch den Magen" schildert Heinz Kulas den
Beweggrund eines Kommissars, einen überführten Täter
nicht zu verhaften, sondern ihm weitgehend die Freiheit zu lassen sowie
ihm weiterhin "guten Appetit" zu wünschen.
Gert Haucke, geb. am 13. März 1929 in Berlin, Debüt am
dortigen Schlosspark Theater später u.a. Deutsche Schauspielhaus
Hamburg, Gastregien in Buenos Aires und Lübeck,
Nachrichtensprecher beim RIAS Berlin, Liedermacher. Seit 1962
erfolgreich in unzähligen Kino- und Fernsehfilmen, sowie
Hörspielen. Besonders populär und mit dem Goldenen Mikrophon
ausgezeichnet als Vater in der Hörfunkreihe „Papa, Charly
hat gesagt…“ (RIAS/WDR/Radio Bremen/SWF) aus der Feder
seiner Schwester, der Schriftstellerin Ursula Haucke. Gert Haucke
verstarb am 30. Mai 2008 in Lüneburg.
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Bemerkungen:
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"Tod geht durch den Magen" ist eine Krimigrosteske, die
inhaltlich nur wenig überzeugt. Sicherlich ist das alles
vergnüglich und hintergründig, aber leider auch sehr
kontruiert und zu sehr auf die durchschaubare Lösung
hinführend.
Hightlight ist hier das Setting und dabei insbesondere Gert Haucke als
Kommissar Tigre, dem die Rolle auf den Leib geschneidert zu sein
scheint. Seine oft verkörperte mürrische Art legt er auch
hier an den Tag und setzt so den positivsten Aspekt in diesem
Hörspiel. Alle anderen - ebenfalls gestandenen - Sprecher bleiben
hiergegen leider etwas im Schatten.
Eine leichte und humorigen Krimikost, der es letztlich nicht gelingt,
den Hörer - trotz einer sehr kurzen Spielzeit - durchweg gut zu
unterhalten. Dazu hat die dahinterstehende Idee leider etwas zu wenig
Substanz. Das Einschalten lohnt sich hier am ehesten wegen Gert Haucke,
der hier die Glanzpunkte setzt.
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