| Tötet den Schiedsrichter |
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nach dem
gleichnamigen Roman der Brüder Presnjakow |
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Produktion: |
rbb 2008 |
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Bearbeitung und Regie: |
Andrea Czesienski und Gabriele Bigott |
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Regie: |
Gabriele Bigott |
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Musik: |
Lutz
Glandien |
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Länge: |
55 Min. |
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Hörspiel des Monats Januar 2009 |
Mitwirkende: |
Pjotr: Christian Ehrich
Pepsi: Lars Rudolph
Hot Dog: Ronald Kukulies
Natascha: Winnie Böwe
Ilse: Mira Partecke
Retik: Ingo Hülsmann
Murjed: Oktay Özdemir
sowie Olexander Sorkin und Ufuk Danismann
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Inhalt: |
Sie waren zusammen auf der Atomfachschule und
leben nun wieder in ihrem öden russischen
Heimatstädtchen: Petja hat einen unsinnigen Job als
Scharfschütze beim Atomkraftwerk, das den ganzen Ort
verstrahlt. Hotdog und Pepsi sind wegen Drogensucht dort nicht
untergekommen, haben als Parkplatzwärter angeheuert und machen
Knete, indem
sie den ihnen anvertrauten Autos das Benzin absaugen. Ihre
geschäftstüchtige Freundin Natascha hat immerhin eine
Heiratsagentur, die russische Bräute ins Ausland vermittelt.
„Wir leben in einer Comic-Welt“, und nur ein Mutant kann
uns retten – vor allem unsere
Fußballer“, philosophiert Petja beim Fernsehabend
zum Endspiel der Fußball-EM. Doch Russlands Sieg verhindert
ihrer Meinung nach der Schiedsrichter. Zutiefst gekränkt und
wild entschlossen machen sie sich auf, ihn zu töten. Sie
entwickeln einen aberwitzigen Plan, der sie in ein All-Inclusive Hotel
an der türkischen Mittelmeerküste führt und
in die absurdesten Abenteuer stürzt.
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Bemerkungen:
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Mit viel hintergründigem Witz erzählt die
Geschichte "Tötet den Schiedsrichter" die Episode einer fixen,
aber pathetischen Idee. Die anvisierte Rache für Russland, die
aufgrund einer Schiedsrichterfehlentscheidung "notwendig" wird, bietet
das Motiv für eine aberwitzige Reise in die Türkei. Dabei
hagelt es ordentlich Seitenhiebe, sowohl auf die russische Gesellschaft
an und in sich, ihr Verhältnis zu anderen Völkern oder auch
auf übergreifende Aspekte, wie den Massentourismus.
Andrea Czesienski und Gabriele Bigott haben die Geschichte in ein
temporeiches Hörspiel umgesetzt, das das Flair der Vorlage recht
gut transportieren kann. Die gut erstellten Dialoge werden von sehr
guten Sprechern umgesetzt. Man mischt hier recht gut erfahrene und
frische Stimmen, was sich aber nicht negativ auswirkt - das Ensemble
wirkt sehr homogen.
"Tötet den Schiedsrichter" ist das "Hörspiel des Monats
Januar 2009" geworden. Auch, wenn ich persönlich in diesem
Zeitraum andere Produktionen favorisiert hätte, ist diese
Entscheidung zumindest eine der Nachvollziehbareren. Ein
gefälliges, aber keinesweg plattes Hörspiel, das eine
Radiostunde lang wirklich gute Unterhaltung bietet.
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