| Totholz von Moritz Wulf Lange Regie: Thomas Werner WDR 2010 50 Min. Robert Cramer: Martin Bross John D. Essberger: Reinhart Firchow Adolf Offermann: Claus-Dieter Clausnitzer Brunckhorst: Till Huster Anja Brunckhorst: Renate Fuhrmann Meta: Hanna Seiffert Friedrich Laisareis: Werner Lustig Wolters: Jasper Vogt Heinz von Husen: Uwe Rohde Wirtin: Marion Minetti Gast 1: Rainer Delventhal Gast 2: Bernd Rehse SS-Mann: Volker Niederfahrenhorst Vater von Offermann: Gereon Nußbaum Mutter von Offermann: Magda Hennings Häftling: Simon Eckert Meta (jung): Mareike Hein Cramer (Kind): Kai Hogenacker Heinz (Kind): Luca Kämmer ![]() Der letzte gemeinsame Fall für Detektiv John D.Essberger (Reinhart Firchow, l.) und Robert Cramer (Martin Bross, 2.v.l.) - was haben die unfreundliche Meta (Hanna Seiffert, 2. v.r.) und die Bäuerin Anja Brunckhorst (Renate Fuhrmann, r.) mit dem tödlichen Unfall zu tun? - Bild: WDR/Sibylle Anneck Aushilfsdetektiv Cramer will kündigen, weil er in einer Internetfirma einen festen Job als Jurist antreten kann. Doch sein Chef, der alte Essberger, bittet ihn um Mitwirkung an einem letzten Fall, der ihm sehr am Herzen liegt: Essberger glaubt nicht an den tödlichen Unfall seines Freundes Offermann in einem Totholzwald in der Lüneburger Heide. Im nahe gelegenen Dorf bieten sowohl der zwielichtige Militaria-Händler Wolters als auch der eifersüchtige Mann der aparten Bäuerin Anja Brunckhorst Anlass für Zweifel am Unfalltod Offermanns. Beweisen lässt sich allerdings nichts. Und dann stoßen Cramer und Essberger bei ihren Nachforschungen plötzlich auf ein Geheimnis, das über dem Dorf und dem Totholzwald liegt. Moritz Wulf Lange, geboren 1971 in Hamburg, studierte Islamwissenschaft, Judaistik, Germanistik und Geschichte. Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin und an der Oster bei Bremervörde. Er schreibt Lyrik, Hörspiele und Kriminalromane. Bemerkungen: Dieser WDR-Krimi beginnt recht unspektakulär und wirkt im ersten Moment, wie die typische Radiokrimidurchschnittsware. Aber die Geschichte nimmt Fahrt auf und entwickelt sich sehr spannend, als die historische Komponente, die Gräuel der Nazizeit, immer mehr Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Das grauenhafte Geheimnis, das von einem ganzen Dorf bewahrt wird, die darauf aufbauende Entwicklung und die verschrobenen Charaktere machen dieses Hörspiel sehr interessant und spannend. Problematisch ist hier allerdings die Spielzeit. Man packt hier viel Geschichte und Figuren in eine recht kurze Produktion, was es dem Hörer schwer macht, hier den Überblick zu behalten. Man hilft, da man eine sehr gute und prägnante Besetzung der Rollen vornimmt und auch in der Soundgestaltung sich einiges einfallen lässt, um die Geschichte einfach plastischer zu gestalten. Gut gelungen sind die da insbesondere die Rückblenden, die sehr fließend, aber stets erkennbar eingebunden sind. Eine - nach verhaltenem Auftakt - gute und spannende Geschichte, der am Ende die Spielzeit ausgeht. Das Finale ist zwar verständlich, aber sehr gedrängt und wirkt etwas zu gehetzt - ansonsten wäre die nächsthöhere Wertung angezeigt gewesen. Meine Wertung: + + + |
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