Juan Allende-Blin
Traumräume
Regie: Juan Allende-Blin
SWR 2007
42 Min.
»Mich dünkt der Traum eine Schutzwehr gegen die
Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine
freie Erholung der gebundenen Phantasie, wo sie alle Bilder des Lebens
durcheinander wirft und die beständige Ernsthaftigkeit des
erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht.
Ohne die Träume würden wir gewiß früher alt, und
so kann man den Traum, wenn
auch nicht unmittelbar von oben gegeben, doch als eine göttliche
Mitgabe, einen freundlichen Begleiter auf der Wallfahrt zum heiligen
Grabe betrachten.«
Ein Fragment von Novalis, das am Beginn der deutschen Romantik steht
und dessen Widerhall der Komponist Juan Allende-Blin in Gedichten von
Paul Celan erkennt. In seinem neuen Hörstück
versetzt er Paul Celan und Novalis in einen poetisch-musikalischen
Dialog - mit zwei Zwischenrufen des romantischen Naturwissenschaftlers
und Novalis-Freundes Johann Wilhelm Ritter.
Mit Klaus Reichert, Robert Schoen, Heinz Lück u.a.
Juan Allende-Blin, geboren 1928 in Santiago de Chile, Komponist und
Hörspielmacher, studierte an der Universität von Santiago,
übersiedelte 1957 nach Deutschland, lebt heute als freier
Komponist in Essen.