| Treffen
sich zwei |
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Autor: |
Iris Hanika |
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Produktion: |
NDR 2009 |
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Regie:
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Irene Schuck |
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Dauer: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Senta: Inga Busch
Thomas: Jens Wawrczeck
Erzählerin: Astrid Meyerfeldt
sowie
Gabriela Maria Schmeide, Uli Plessmann und Telat Yursever |
Inhalt: |
Ein Coup de foudre in einer
hitzegesättigten, aufgeprickelten August-Nacht katapultiert
zwei Berliner Großstadt-Singles aus ihren gewohnten Bahnen.
Rein in die sumpfigen Landschaften der Liebe, der Sehnsucht, des
Begehrens. Er: ein nüchterner Typ, Systemberater, Sie: eine
wundergläubige, zu hysterischen Exaltationen und
Tränenausbrüchen neigende Geisteswissenschaftlerin.
Sie langweilt sich tagein tagaus in einer Galerie, wo sie sich
ausgiebig ihren eigenen Gefühlen und denen berühmter
Geistesgrößen widmet. Er ist megagestresst von
seinem Job. Nach der ersten ekstatischen Nacht gehen die Liebeszweifel
los, beginnt die Ambivalenz ihr immergleiches Spiel ...
Iris Hanika, 1962 in Würzburg geboren, war feste Mitarbeiterin
der FAZ und führt eine Chronik im "Merkur". Sie erhielt 2006
den Hans-Fallada-Preis.
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Bemerkungen:
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Unter dem etwas
unspektakulären Titel "Treffen sich zwei" erzählt Iris Hanika
von einer modernen Großstadtliebe, die unter dem
merkwürdigen, aber sehr glaubwürdigen, Manko leidet, dass
beide Protagonisten eigentlich wissen, wie perfekt eigentlich
alles ist, aber dieses Wissen sich nicht selbst eingestehen.
Hanika zeichnet diese Geschichte sehr detailgetreu und kupfert von der
Wirklichkeit ab. Natürlich nutzt sie einige Klischees, die
allerdings nicht stören, sondern im Gegenteil helfen, das
Erzählte allgemeingültiger und somit anschaulicher zu halten.
Anders als die Buchausgabe kommt diese Kurzfassung in Hörspielform ohne Längen aus.
Produziert ist diese Erzählung in einer sehr adäquaten,
modernen Inszenierung, die interessant, allerdings nicht unbedingt
schlüssig ist. Gerade Jens Wawrczeks Einsatz als handelnde Figur
und Erzähler ist etwas merkwürdig, da die Funktion bei der
weiblichen Rolle getrennt ist.
Allerdings stört es die Geschichte nicht großartig. Dreh-
und Angelpunkt der Inszenierung sind die Leistungen der Sprecher,
und die können wirklich überzeugen.
"Treffen sich zwei" ist eine Liebesgeschichte, die herrlich unkitschig
ist und den Hörer mal sehr angenehm unterhält, mal
erschreckt und am Ende merkwürdig versöhnt.
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