| Triemli,
Träum, Tragödie oder Franz Musils sechster Fall von Jean-Michel Räber und Fritz Zaugg ![]() Produktion: DRS 2008 105 Min. Regie: Fritz Zaugg Komposition: Thomas Dobler Mit: Musil: Ueli Jäggi Lindner: Mathias Gnädinger Francesca: Barbara Sauser Heppenstein: Felix von Manteuffel Jossen, Wanderer, Russe, VIP-Mann: Hanspeter Müller-Drossaart Natascha Heppenstein: Maria Thorgevsky Rötlisberger: Gilles Tschudi Schwester Adelheid: Ruth Gundacker Mama Steiner: Stephanie Glaser Maria, Empangsdame, Verkäuferin, VIP-Frau: Fabienne Hadorn Steiner: Peter Steiner Harry Stahl: Jean-Michel Räber Benni: Ayosha St. Maarten Radiosprecherin: Vera Grimm VIP-Mann, Hausbesitzer, Russe: Geri Dillier VIP-Frau: Sandra Werner Hausbesitzer: Reto Ott Sportreporter: Reto Held Kellner: Ernst Buchmüller Frau im Altersheim: Margret Nonnhoff Längst ist er zur Kultfigur geworden: Franz Musil alias Ueli Jäggi, Privatdetektiv, der sich mit grenzenlosem Draufgängertum in dubiosen Kriminalfällen verheddert und dabei immer wieder mit seinem Lieblingsfeind, Polizeileutnant Linder alias Mathias Gnädinger, zusammenstösst. "Triemli, Träum, Tragödie" beginnt mit einem Sprayer, der Zürcher Villen verunstaltet, eigentlich harmlos. Musil freut sich schon über das rasch verdiente Geld, doch dann meldet sich der Präsident eines renommierten Zürcher Fussballclubs wegen einem Entführungsfall. Musil wird in eine Geschichte verwickelt, in der er mit versteckten Fouls, dubiosen Finanztransaktionen und zupackenden Russen heftig auf Trab gehalten wird. Und natürlich taucht auch Polizeileutnant Linder auf, der den Hobby-Schnüffler einmal mehr an die Kandare nimmt und ihm zu verstehen gibt, dass ein Amateur in der Champions-League des Verbrechens nichts verloren habe. Zum Glück ist da noch Francesca, Businesswoman und Musils Freundin, die den arg gebeutelten Detektiv unterstützt - oder ihm gehörig den Marsch bläst. |
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| Bemerkungen: | Sein
sechstes Hörspiel bringt Privatermittler Franz Musil einen
recht kniffligen Fall, in dem Einiges geboten wird. Eine
Entführung, Skandale im Immobilien- und Fußballbereich und
mittendrin der Schweizer Ermittler, der sich auch eigentlich mal um
seine schwangere Freundin kümmern müsste. Das Ganze ist zu einem recht runden Plot gegossen, der auch recht nachvollziehbar präsentiert wird. Die einzige Unglaubwürdigkeit, die Verbindung vom Fußball in der Schweiz zur entsprechenden Weltelite wird mit einem Augenzwinkern präsentiert, so dass diese eher dem Unterhaltungswert zu Gute kommt, denn die Geschichte abwertet. Der Plot wird recht leichtgängig abgespult, bietet aber trotzdem einige gelungene Ecken und Wendungen. Der Spannungsaufbau ist gelungen. Der Fall beginnt unspektakulär, steigert sich aber im Laufe der Spielzeit immer mehr, bis hin zu einem temporeichen Ende. Einen großen Anteil am hohen Unterhaltungswert dieser Folge, hat das tolle Zusammenspiel der Figuren. Die sehr lebendigen Dialoge werden von einem gut agierenden Ensemble zusammengestellt. Viel Charme haben dabei auch die unterschiedlichen Dialektfärbungen -und tiefen, die auch dafür sorgen, dass das Stück sehr bodenständig wirkt. Andererseits sorgt dieser Punkt aber auch dafür, dass man, je weiter man sich vom Bodensee aus nach Norden entfernt, immer weniger vom Inhalt mitbekommt. Man muss hier schon ein gutes Ohr für schweizer, bzw. alemannische Dialekte haben, denn ansonsten wird man nur wenig, bzw. gar keine Freude an dieser Produktion haben. Gerade Ueli Jäggi, der ja hier als Franz Musil, sowohl handelnde Figur, als auch Erzähler ist, trägt ja einen Großteil der Geschichte - wenn man ihm nicht folgen kann, sieht es für den Hörspaß schlecht aus. Ebenso rund, wie die Geschichte, ist auch die Inszenierung. Die Musikscores von Thomas Dobler geben dem Ganzen einen schönen Rahmen, der durch eine recht detaillierte Geräuschkulisse ergänzt wird. So schafft man eine nachvollziehbare Szenerie, die die Handlung recht gut vorstellbar macht. Rundum: Ein gelungener Krimi mit hohem Unterhaltungswert, der gerade durch die unterschiedlichen Dialekte einen ganz besonderen Charme versprüht. Wer damit keine oder nur wenige Probleme hat, der sollte Franz Musils sechstem Fall mal ein Ohr leihen! |
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| Meine Wertung: + + + + | ||
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