Trinity

Von Friedemann Schulz
Regie: Annette Kurth
WDR 2011
49 Min.


Beta: Martin Bross
Gamma: Fabian Busch
Bild: WDR/Sybille Anneck
Bild: WDR/Sybille Anneck

Delta: Wolfgang Menardi
Marilyn: Lavinia Wilson
sowie: Marietta Bürger, Rudolf Kowalski, Dustin Semmelrogge, Jens Wawrczeck, Wolf-Dietrich Sprenger


In der Schulzeit gründeten sie einen Bund fürs Leben: Sven, Pascal und Philip gaben sich die Namen Beta, Gamma und Delta. Ihr Trio nannten sie, wie ihre Schule am Fluss Dreisam, „Trinity“. Aber zum Abiturtreffen ist diese Dreiergruppe nicht vollständig. Delta fehlt. Das letzte, was die beiden von ihm wussten, war, dass sich Philip für dubiose medizinische Tests zur Verfügung gestellt hatte. Damit hatte er Geld beschafft für ein gemeinsames Unternehmen. Ihre Idee: eine Applikation für moderne Mobiltelefone, mit der man Nebenwirkungen von Medikamenten abrufen kann. Am Ende hatte sich Delta für ein Isolationsexperiment zur Verfügung gestellt, aus dem er offenbar nicht mehr zurückkehrte.

Friedemann Schulz, geboren 1945, schreibt seit über 20 Jahren Hörspiele und Drehbücher für Kino- und Fernsehfilme. Er lebt in Neuwied. Sein vom WDR produziertes Science-Fiction-Hörspiel „Das zwölfte Level“ wurde Hörspiel des Monats August 2006.


Bemerkungen:

Mit "Trinity" legt Friedemann Schulz ein hörenswertes Hörspiel vor. Das Stück lebt insbesondere von der gelungenen Atmosphäre, der geschickten Verschachtelung der einzelnen Szenen und einer sehr glaubwürdigen Verkörperung der Figuren durch die Schauspieler. Die Geschichte erzählt vom Auseinanderbrechen eines Dreierbündnisses und dem damit einhergehenden Absturz eines der Mitglieder.  

Schulz schildert das Werden von "Trinity" in rückblickenden Erzählpassagen  durch Gamma.  Wenig greifbar bleibt das Motiv, warum dieser sich zusammen mit Beta irgendwann aus dem Trio zurückzieht; Entscheidender ist dann allerdings der fehlende Mut, dies Delta zu offenbaren - statt dessen lassen beide ihn ins Unglück rennen.

Begleitet wird das Stück von einer interessanten musikalischen Bandbreite, die von hämmerden Beats bis zum immer wiederkehrenden Abschiedswalzer reicht.  Es lebt von  der guten schauspielerischen Leistung der drei Protagonisten. Fabian Busch gelingt ein guter Wechsel zwischen Erzähl- und Spielparts.  


Akustisch irgendwo zwischen "Schattenreich" und der "Grund GmbH" überzeugt "Trinity" vor allem mit einer sehr gelungenen Atmosphäre. Die Geschichte selbst ist ordentlich, wobei mir inhaltlich der letzte Pfiff dann doch gefehlt hat.


Meine Wertung: + + +


 
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