Trolle nach
Süden
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Autor: |
Bernd Gieseking |
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Produktion: |
WDR 2004 |
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Bearbeitung und Regie:
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Burkhard Ax |
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Musik: |
Henrik Albrecht |
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Dauer: |
158 Min. |
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Mitwirkende: |
Fabian: Lorenzo Liebetanz
Oma Malette: Rosemarie Fendel
Stefan: Matthias Haase
Tina: Annika Hassler
Baldemar: Jochen Malsheimer
Dido: Michael Habeck
Aginolf: Tommi Piper
Menja: Brigitte Wanninger
Britta: Anna Bergmann
Josta: Caroline Kertz
Heimgard: Christa Strobel-Mertins
Kunold: Karlheinz Tafel
Schisser: Steffen Schortie Scheumann
Tina: Annika Haßler
Pirugina: Elisabeth Scherer
Matti: Dietrich Hollinderbäumer
Polizist: Andreas Grötzinger
Bauer Heinrich: Bernd Gieseking
Bauer Mattes: Hermann Gieseking
Wasserelfen: Dorothee Zuhr, Helena Cojoc und Kristin Hesse
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Inhalt: |
Fabian und sein Vater fahren in den Sommerferien
zum Zelten nach Schweden, ins Land der Trolle. Nur – wer
glaubt schon an Trolle? Oma Malette! Aber ihre Warnungen über
schnell beleidigte und gefährliche Trolle klingen eher nach
Märchen. Doch dann setzen Fabian und sein Vater aus Versehen
die Höhle des Trolle Aginolf unter Wasser, der dabei fast
ertrinkt. Aginolf, ohnehin voller Wut auf die Menschen, nimmt bittere
Rache. Er verzaubert Fabian und entführt ihn in die Welt der
unsichtbaren Völker. Dort freundet sich Fabian mit den Trollen
Baldemar und Dido an. Von einer Haferhexe erfahren sie, dass sie drei
Aufgaben lösen müssen, um Aginolfs Zauber zu brechen.
Es beginnt eine lange gefährliche Reise voller phantastischer
Abenteuer, die die Freunde von Schweden bis nach Italien führt.
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Bemerkugnen:
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"Trolle nach Süden"
ist der Auftakt der Trilogie um Fabian, dessen Begegnung mit den
Trollen ihn in ungeahnte Abenteuer führt.
In dieser gut strukturierten Geschichte bringt Bernd Gieseking die
handelnden Figuren und den Lesern mit einem zunächst etwas lang
wirkenden Einstieg in seine phantastische Welt der Trolle ein.
Allerdings sind viele Dinge, die hier zu Anfang passieren im weiteren Verlauf
noch wichtig, so dass diese vermeintliche Verzögerung letztlich
gar keine ist.
Dennoch erhält die Geschichte ihre richtige Farbe erst, als Fabian
und sein Vater die Höhle von Aginolf unter Wasser setzen und
dieser üble Rache nimmt: Fabian ist in der Welt der Trolle gefangen, die aus der realen Welt nicht mehr einsehbar ist.
Ab diesem Zeitpunkt reißt die Spannung nicht mehr ab. Fabian muss
sich auf eine abenteuerliche Reise nach Italien machen, um dort eine
nahezu unlösbare Aufgabe zu bewältigen.
Bernd Gieseking schafft eine gute Brücke zwischen der realen Welt
und der der Trolle: Fabians Vater, der nicht im Mindesten an
Fabelwesen glaubt, und dessen Mutter, Oma Malette, die in Wirklichkeit
eine Elfe ist, agieren als zwei interessante Gegenpole. Ihre letztliche
Überzeugungsarbeit wirkt auch auf den Hörer.
Das Hörspiel wurde vom WDR in der gewohnt erstklassigen
Qualität produziert. Ein perfekt agierendes Ensemble ist dabei
schon fast Standard, und so gibt es auch hier wieder tolle Stimmen, die
den Figuren Leben einhauchen. Besonders stechen Lorenzo Liebetanz und
Rosemarie Fendel, sowie Tommi Piper, Michael Habeck und Jochen
Malmsheimer, die "ihren" Trollen tolle Farbe zu verleihen wissen,
hervor.
Den musikalischen Rahmen liefert kein Geringerer als Henrik Albrecht,
der bekanntermaßen ein besonderes Talent zur Umsetzung von
Kinder- und Jugendhörspielen hat, was er auch hier wieder
eindrucksvoll unter Beweis stellt: Die Musik sitzt wie ein
Maßanzug.
"Trolle nach Süden" ist ein bezauberndes Hörspiel, beim dem
Spaß und Spannung garantiert sind. Auch Hörer, die der
eigentlichen Zielgruppe etwas entwachsen sind, dürfen hier gerne
ein Ohr riskieren.
Wer, wie ich, von diesen phantasievollen Geschichten gar nicht genug
bekommen kann, der sollte sich unbedingt auch die nächsten Episoden "Trolle nach Irland" und "Trolle nach Island" gönnen.
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