Tumult
von Petra Fuchs

BR 1990
64 Min.

Regie: Ulrich Gerhardt
 
Mitten ins schönste Eigenleben nachgeplapperter Plattheiten und überlieferter Gemeinplätze, nämlich daß das Bier auch nicht mehr das ist, was es mal war, und daß wieder einmal einer kommen müßte, der mit der Faust reinschlägt - platzt "Tumult". Doch was sollte die Sensation, das unvorhergesehene Ereignis, anderes hervorrufen, als ein happening wieder- und wiedergekäuter Platitüden?
Alles ist ein einziger Brei, ein Theaterbrei, ein Fernsehbrei, ein Ehe- und Geschlechtsbrei, ein Vergangenheitsbewältigungsbrei, ein Freizeit- und Weltuntergangsbrei. Wenigstens gibt es Frauen und Männer; so kann sich die Dummheit spezifisch verteilen: "Weil der Mann, wenn er Frauen, zumindest biologisch gesehen, zu schätzen weiß, ein Opfer ist, also eine Männerdummheit, welche der Frau eine noch viel größere Möglichkeit zur Totalverdummung anbietet. Was nicht schlecht ist, weil es Diskussionen vermeiden hilft und man gleich zur Sache kommt, was in jeder Beziehung als finaler Rettungsschuß gutzuheißen ist. Erstmal jedenfalls, weil damit auch, am Anfang zumindest, viel Spaß im besten Sinne dabei ist. Grundsätzlich setzt immer dann das Reden ein, wenn man nicht mehr weiter weiß." (Petra Fuchs) 


Mit: Hans Brenner, Jörg Hube, Helmut Stange, Christoph Lindert, Hans Jürgen Stockerl, Mario Andersen, Detlef Kügow, Joachim Höppner, Jochen Striebeck, Matthias von Stegmann, Gabriele Litty, Ninnie von Quast, Wolfgang Hinze 






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