| übersetzungen/translations |
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Autor: |
Thomas Meinecke/Move D |
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Produktion: |
BR 2007 |
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Regie: |
Thomas Meinecke/Move D |
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Musik: |
Thomas Meinecke/Move D |
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Länge: |
52 Min. |
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Inhalt: |
Ansatzpunkt der Produktion war der Wunsch, eine Arbeit zu erstellen, bei der
nicht zuerst (und damit letzten Endes übergeordnet) ein Text existiert, sondern
die eher abstrakte, serielle Narrativität der Musik als gleichberechtigt,
eigentlich sogar tonangebend erscheint. Thomas Meinecke buchstabierte,
beziehungsweise sang das deutsche und englische Alphabet in allen zwölf Tönen
der Tonleiter ein. Eine Übersetzung vom Deutschen ins Englische - respektive
umgekehrt - herstellend, wurde dieses Material zu Wörtern zusammengesetzt. Diese
Übertragungen mussten nicht immer in verbaler Weise (Osterglocke/Daffodil)
stattfinden, sondern ihr Schwerpunkt konnte auch kulturell (Ursula Andress),
politisch (Henry Kissinger) oder ökonomisch (Mini Cooper) kodiert sein. Zehn
sehr verspielte, in ihrer Vertracktheit mitunter an surrealistische Vexierbilder
erinnernde, auch clubtaugliche Tracks, sind auf diese Weise entstanden, eher ein
Album als ein Wörterbuch.
übersetzungen/translations ist mit
Flugbegleiter (BR 2004) bei intermedium rec. erschienen und von der Jury der
hr2-Hörbuchbestenliste als "Hörbuch des Monats April 2008" ausgezeichnet
worden.
Thomas Meinecke, geb. 1955, Schriftsteller, Journalist, Musiker,
Hörspielautor. Seit 1985 Zündfunk-DJ in Bayern 2.
Move D alias David
Moufang, geb. 1966, Musiker und Produzent. BR-Hörspiel Tonspuren 1-10
(2003/2004). |
Bemerkungen: |
Übersetzungen / translations ist ausgezeichnet -
als "Hörbuch des Monats April 2008". Ich will mich nicht
anmaßen, diese Wahl in Frage zu stellen, allerdings
erschließen sich mir die Kriterien einer solchen Vergabe nicht
wirklich. Die Produktion basiert auf einer - ohne Frage - sehr
originellen Idee. Diese wird aber dann einfach auf eine Radiostunde
ausgewälzt, ohne erkennbar neue Aspekte zu präsentieren.
Hinzu kommt, dass der Wortanteil an dieser Produktion sowohl was
Qualität, als auch Quantität betrifft, eher zu
vernachlässigen ist.
Insofern frage ich mich wirklich, ob man gut daran tut, dieses
Stück auf den Hörspielsendeplätzen auszustrahlen. Denn
das ist für die Hörspielfans im engeren Sinne, die ganz
andere Erwartungen haben, einfach nur ärgerlich.
Für mich persönlich ist das ebenfalls deutlich zu wenig. Nur
eine gute Idee, macht noch lange kein gutes - wenn denn
überhaupt ein - Hörspiel. Insofern spare ich mir eine
Bewertung.
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