| Und die
Großen lässt man laufen Von Maj Sjöwall und Per Wahlöö Übersetzung aus dem Schwedischen: Eckehard Schulz Bearbeitung: Yaak Karsunke Komposition: Hans-Martin Majewski Regie: Peter Michel Ladiges SWF / WDR 1978 104 Min. auch enthalten auf: ![]() Mit Hans Peter Hallwachs, Matthias Ponnier, Charles Wirths, Benno Sterzenbach, Michael Thomas, Hubert Suschka, Horst Frank u.a. Kommissar Martin Beck von der Stockholmer Mordkommission ermittelt wieder. Diesmal führt es Beck ins noble 'Savoy': Am Mittwoch, dem 2. Juli 1969, wird der Konzernchef Viktor Palmgren bei einem Essen mit leitenden Angestellten im Speisesaal des Hotels 'Savoy' niedergeschossen; der Täter entkommt unerkannt. Am Donnerstag, dem 3. Juli, erliegt Viktor Palmgren seinen Verletzungen. Der Mordfall Palmgren wird Kommissar Martin Beck von Riksmordkommission Stockholm übertragen. Sein Malmöer Kollege Per Mansson wird ihm unterstellt. Am Sonnabend, dem 5. Juli, erfährt Beck von seinem Vorgesetzten Malm, dass politische Implikationen im Spiel sind. Der Ermordete war in internationalen Waffengeschäften tätig; Per Mansson entdeckt per Zufall, dass die Witwe des Ermordeten ein Verhältnis mit dessen Direktionsassistenten Mats Linder unterhält. Am Sonntag, dem 6. Juli, stößt Benni Skake, der junge Kollege von Mansson, auf die erste konkrete Spur. Am Montag, dem 7. Juli, passiert eine ganze Menge in Stockholm. Zwei Teilnehmer des Essens am Mordabend, Direktor Hampus Broberg und seine 'Sekretärin' Helena Hansson werden festgenommen. Hampus Broberg wollte sich mit einem Koffer voller Aktien in die Schweiz absetzen. Maj Sjöwall, geboren 1935, schuf zusammen mit dem Journalisten und Schriftsteller Per Wahlöö (1926-1975) die zehnteilige Romanreihe um Martin Beck. Sie lebt in Stockholm und übersetzt aus dem Dänischen und Norwegischen. |
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| Bemerkungen: Ein Beck-Krimi, der den Hörer lange auf der falschen Spur lässt und einen Mord an einem prominenten Konzernchef bei den üblichen Motivverdächtigen sucht: Ehefrau, Konkurrenten, potentielle Nachfolger stehen im Fokus der Ermittlungen. Irgendwann fällt aber der entscheidende Hinweis, der diesen Mord aber in einem ganz anderen Licht darstellt und dem Titel dann auch letztlich Rechnung trägt. Man sollte schon die Behäbigkeit, die sich aus der umfassenden Bearbeitung ergeben, in Kauf nehmen können. Es geht hier nur zwar interessant, aber nur mäßig spannend zu. Dafür kommt die skandinavische Atmosphäre zumindest über die ruhige Inszenierung in die Umsetzung hinein. Originell ist der Einsatz von gleich zwei Erzählern, die sich abwechseln und so die langen Passagen doch etwas auflockern. So fällt die starke Erzählerlastigkeit weniger ins Gewicht. Zumal man mit Hans Peter Hallwachs und Matthias Ponnier doch zwei stark unterschiedliche Stimmen hierfür gewählt hat. Hörenswertes gibt es auch von den Darstellern im Rollengeschehen; Von Charles Wirths über Horst Frank bis zu Gert Haucke hat man hier ein sehr hörenswertes Ensemble zusammengestellt. Die Dialoge hätten allerdings, um diesen tollen Schauspielern auch eine angemessene Bühne bieten zu können, auch gerne etwas üppiger ausfallen dürfen. Ein eher gemächlicher Krimi, bei dem sich die großen Spannungsmomente doch sehr im Rahmen halten. Unterhaltsam ist das Ganze trotzdem, da das Ehepaar Sjöwall / Wahlhöö auch hier wieder eine interessante Geschichte zu erzählen weiß. Für die Freunde skandinavischer Krimis ist auch "Und die Großen lässt man laufen" ein Pflichttermin. Meine Wertung: + + + |
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