Unser Mann in Jamaika
  Autor: Marcy Kahan
  Produktion: WDR 2008
  Regie: Thomas Werner
  Länge: 54 Min.

Mitwirkende:

Peter Kaghanovitch, Jürg Löw, Tina Engel, Marianne Rogée, Michael Evers, Peer Augustinski, Tom Zahner, Simon Roden, Thomas Balou Martin und Moritz Berg


Bild: WDR/Sibylle Anneck
Peter Kaghanovitch; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Inhalt:

Jamaika 1962: Der Schriftsteller Ian Fleming überredet seinen Freund und Kollegen Noel Coward, als Spion für den Britischen Geheimdienst zu arbeiten. Es gilt, die Ermordung Fidel Castros durch die Amerikaner zu verhindern. Coward willigt schließlich ein – und muss daraufhin einen mit Codewörtern gespickten Vortrag halten. Kurz darauf wird ein Geheimdienstler ermordet, und zwei verdächtige Männer interessieren sich sehr für den Vortrag. Der Agent wider Willen gerät in eine brenzlige Lage, die durch die Anwesenheit der mit ihm befreundeten Diven Marlene Dietrich und Lorn Lorraine auch nicht gerade einfacher wird. Als dann noch ein Spion die Dietrich auf die Insel des größen­wahnsinnigen Schrafft entführt, glaubt Coward endgültig, in einem von Ian Fleming kreierten James-Bond-Szenario gelandet zu sein. Doch die Gefahr ist real.

Marcy Kahan, in Montreal (Kanada) geboren, lehrt an der Universität von Oxford englische Literatur. Als Schriftstellerin arbeitet sie für Rundfunk, Theater, Film und Fernsehen und wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Der WDR produzierte zuletzt ihr Hörspiel „20 Zigaretten“ (2007).

Bemerkungen:

Eine recht vergnügliche Hommage an die großen James-Bond-Abenteuer hat Thomas Kremer hier für den WDR inszeniert. Er packte die kurzweilige Geschichte von Marcy Kahan in ein buntes Kleid aus den unterschiedlichsten Musiktiteln, die von den diversen James-Bond-Titelmelodien bis zu vielen zur jeweiligen Szene passenden anderen Songs reichen.

Auch die Einbindung realer Figuren wie Ian Fleming und Marlene Dietrich, gibt dem ganzen einen sehr interessanten Anstrich, zumal diese auch wirklich erstklassig in die Geschichte integriert sind.

Da stört auch nicht der vorhersehbare Plot, der hier natürlich in voller Absicht dem typischen James-Bond-Schema folgt, der Hörer darf sich viel mehr über die vielen kleinen Nettigkeiten innerhalb der Geschichte freuen.

Insgesamt eine recht nette und vergnügliche Produktion, die nicht mehr und nicht weniger bietet, als eine Radiostunde angenehmster Hörspielunterhaltung.
Meine Wertung: + + +
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