Unterm hohen Himmel: Parzival

von Katrin Lange

Regie: Götz Fritsch
Musik: Max Nagl
hr 2009
90 Min.


Parzival: Ludwig Trepte
Herzleide: Ellen Schulz
Gawan: : Marc Hosemann
Kundrie: : Katja Hirsch
Trevrizent: Lars Rudolph
Jeschute: Sascha Icks
Orilus: Oliver Kraushaar
Sigune: : Bärbel Röhl
Gurnemanz: Wolf-Dietrich Sprenger
Anfortas: Dietrich Hollinderbäumer
Condwiramurs: Jaschka Lämmert


Wenn man in seinem Leben nur die eigene Mutter, ein einziges Tal und eine Rübensorte kennt, dann aber drei Ritter in golden strahlender Rüstung auftauchen, die einen Königssohn suchen, der man selbst ist, man aber nichts davon weiß - dann ist man nicht nur verwirrt, sondern wird neugierig. Voller Tatendrang begibt sich der junge Parzival auf die Suche nach Ruhm und Abenteuer und erreicht über Umwege schließlich, vom Burgherrn Gurnemanz zum Ritter geschlagen, die Burg des Königs und Gralshüters Anfortas. Parzival fehlen trotz manch bestandenem Abenteuer allerdings ritterliche Herzensgüte und Hilfsbereitschaft, so dass er, statt dem kranken Anfortas zu helfen, alles falsch macht und damit um ein Haar seine Bestimmung verfehlt: Die Kraft des Grals zu neuem Leben zu erwecken und so die dunkle, kriegerische Welt zu heilen.

In humorvoller und sprachlich frischer Weise setzt sich Katrin Langes Parzival-Bearbeitung kritisch mit der streitsüchtigen Welt vor 800 Jahren und heute auseinander, ohne dabei den mythischen Kontext zu verlassen.






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