| Vergebung nach Stieg Larsson Übersetzung: Wibke Kuhn Bearbeitung und Regie: Walter Adler Musik: Pierre Oser WDR 2011 161 Min. ![]() ![]() Lisbeth Salander: Anna Thalbach; Bild: WDR/Sibylle Anneck Mikael Blomkvist: Sylvester Groth Erzähler: Ulrich Matthes Anders Jonasson: Andreas Fröhlich Annika Giannini: Judith Engel Plague: Nic Romm Trinity: Marc Hosemann Richard Ekström: Wilfried Hochholdinger Krankenschwester: Claudia Hübschmann Richter Iversen: Rolf Kanies Evert Gullberg: Ulrich Voß Jonas Sandberg: Roman Knizka Birger Wadensjöö: Bernd Stegemann Fredrik Clinton: Jürgen Holtz Georg Nyström: Max Volkert Martens Bertil Janeryd, Botschafter: Helmut Rühl Hans Åke Waltari: Fabian Gerhardt Sonny Nieminen: Alexander Hauff Gunnar Björck: Hans Peter Hallwachs Christer Malm: Peter Moltzen Dr. Teleborian: Udo Schenk Torsten Edklinth: Michael Mendl Monica Figuerola: Maria Simon Dragan Armanskij: Reiner Schöne Erika Berger: Jacqueline Macaulay Jan Bublanski: Thomas Thieme Jerker Holmberg: Robert Gallinowski Sonja Modig: Susanne Wolff Alexander Zalatschenko: Gennadi Vengerov Ronald Niedermann: Martin Reinke |
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| Mit einer Kugel im Kopf wird Lisbeth Salander in die Notaufnahme
eingeliefert. Sie hat den Kampf gegen Alexander Zalatschenko,
berüchtigter Drahtzieher mafiöser Machenschaften, ein weiteres Mal
knapp überlebt. Aber wird sie gegen den schwedischen Geheimdienst
bestehen können, der alle Kräfte mobilisiert, um sie ein für alle Mal
mundtot zu machen? Zu groß ist die Gefahr, dass sie die Verbindung
zwischen Zalatschenko und der schwedischen Regierung aufdeckt.
Unterdessen arbeitet Mikael Blomkvist unter Hochdruck daran, Salanders
Unschuld zu beweisen. Es fehlen nur noch wenige Details, und er wird
das Komplott gegen Salander aufdecken. Auch als seine Ermittlungen von
höchster Stelle massiv behindert werden, führt Blomkvist seine Arbeit
unbeirrt fort. Er weiß genau, dass er nur noch diese eine Chance hat,
um Lisbeth Salander zu retten. Bemerkungen: Lange erwartet, startet ab 16.06.2011endlich der dritte und letzte Teil der Hörspiel-Version der "Millenium"-Trilogie nach Stieg Larsson: "Vergebung". Nach "Verblendung" und "Verdammnis" findet die Geschichte nun ihren Abschluss. Nachdem Lisbeth Salander im letzten Teil dem Tod gerade noch von der Schippe gesprungen ist, liegt sie nun im Krankenhaus - Tür an Tür mit ihrem Vater und Feind Zalatschenko. Dieser ist die Schlüsselfigur einer großangelegten Verschwörung, die den schwedischen Staat unterlaufen hat. Dies ist für den Hörer bereits ein offenes Geheimnis - in dieser Folge geht es nun noch um die Aufdeckung der Machenschaften und die Überführung der Täter in der Geschichte selbst. Die Größe des Komplotts und der Hintermänner sorgt dann auch dafür, dass hier ausreichend Stoff geboten wird, um die Spielzeit von rund 160 Minuten zu füllen. Der Plot funktioniert, auch wenn man an einigen Stellen die Handlung schon mal zu Lasten der Glaubwürdigkeit biegen muss. Dafür nimmt Larssons Geschichte alle Fäden auf und führt sie konsequent zu Ende. Ein perfektes Timing gibt es beispielsweise bei der Überführung Dr. Teleborians - Larsson dreht hier perfekt die Ausrichtung des Prozesses, der eigentlich auf die Entmündigung Lisbeth Salanders zielt, ins Gegenteil um. Es gelingt ihm, hier immer noch mal eine kleine Wende einzubauen, die die Hinführung zum Finale nochmal besonders spannend macht. Sehr perfide ist auch das Ende des Gegenspielers Niedermann. Hier lässt Larsson Lisbeth Salander einen Rachefeldzug führen, der in einem actionreichen und cleveren Finale mündet. Der moralisch bittere Beigeschmack der Selbstjustiz trübt den positiven Eindruck von diesem Abschluss kaum. Für die Inszenierung zeichnet das gleiche Team verantwortlich, dass auch bereits die ersten Teile produziert hat. Man kann das Niveau halten, sogar aufgrund des sehr temporeichen Finales noch ein Schippchen zulegen. Das großartige besetzte Sprecherensemble ist erneut eine Bank. Von der größten bis zur kleinsten Rolle sind hier großartige Schauspieler am Werk; Schwachpunkte? Fehlanzeige! Mit "Vergebung" findet eine bemerkenswerte Krimitrilogie ihren Abschluss. Dank des populären und zudem gut erzählten Stoffes, einer großartigen Inszenierung des Teams um Walter Adler und tollen schauspielerischen Darbietungen, schafft man hier ein gutes Aushängeschild für das etwas in die Nische geratene Medium Hörspiel. Meine Wertung: + + + + |
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