Verwehte Spuren
  Autor: Hans Rothe
  Produktion: NDR 1958
Regie: Gustav Burmester
  Musik: Hans Martin Majewski
Länge: 54 Min.

Mitwirkende:

Igna Vargas: Gertrud Kückelmann
Mme. Francoise Vargas: Ida Ehre
Dr. Robert Deval: Hanns Lothar
Polizeipräfekt: Hermann Schomberg
Gustave: Joseph Offenbach
Matrose: Hans Irle
Schaffner: Paul Schuch
1. Reisender: Reinhold Nietschmann
2. Reisender: Willy Witte
Nachtportier: Fritz Wagner
Page: Reinhard Zobel
Tagportier: Max Walter Sieg
1. Maler: Werner Schumacher
2. Maler: Walter Laugwitz
Hotelgast: Helmut Peine
Ältere Dame: Mita von Ahlefeld
Manager: Hermann Lenschau
1. Polizist: Rudolf Fenner
Polizeileutnant: Peter Lehmbrock
Angestellter: Peter Frank
Dame: Thea Maria Lenz
2. Polizist: Wilhelm Grothe
Älterer Herr: Adalbert Kriwat
Schwester: Gertrud Glück
Madame Boulard: Eva Fiebig
Zimmermädchen Alice: Inge Windschild
1. Redakteur: Kurt Jung
2. Redakteur: Kurt Klopsch
Bote: Udo Wulff 

Inhalt:

Weltausstellung 1867 in Paris. Von den Besuchern aller Kontinente wird die Hauptstadt des Zweiten Kaiserreichs überflutet. Das Jahrhundert zeigt in diesen Wochen, welche Leistungen der Fortschritt, die sich rastlos vervollkommende Technik, erreicht haben. In dem Tag und Nacht nicht abreißenden Strom der Fremden kommt eine Frau Vargas aus Rio de Janeiro mit ihrer Tochter auf dem "Gare du Nord" an. Es ist zwei Uhr morgens. Als die Damen nach einer kurzen Fahrt mit der Droschke zu ihrem Hotel gefunden haben, ergibt sich eine kleine Schwierigkeit. Die bestellten Zimmer sind nicht frei. Der Nachtportier bringt Frau Vargas vorläufig in einem kleinen Zimmer unter. Es ist so eng, dass die Tochter für den Rest der Nacht in einem benachbarten Hotel ein Bett bekommen muss. Vorher geleitet sie die Mutter auf ihr Zimmer und verabschiedet sich zärtlich von der durch die Strapazen der Reise ganz Erschöpften. Sie wird ihre Mutter nie wiedersehen. Am nächsten Tag wird sie Portier, Zimmermädchen und Pagen nach Frau Vargas fragen. Niemand wird sich an die Ankunft in der vorigen Nacht erinnern. Ohne Bekannte, Freunde oder irgendeine Hilfe wird sie in der Riesenstadt sein und versuchen, das Geheimnis um ihre spurlos verschwundene Mutter aufzudecken
"Verwehte Spuren" ist eins der packendsten und besten Hörspiele, die bislang geschrieben wurden. Hans Rothes Hörspiel-Klassiker spielt 1867, die Produktion von Gustav Burmester versprüht den harmlos-sauberen Charme der 50er Jahre. Doch Rothe zeigt auch, wie die Staatsgewalt sich bei unheimlichen Ereignissen in Vertuschung übt, ohne Rücksicht auf den Einzelnen.


Bemerkungen:

Ein toller Plot, den sich Hans Rothe da erdacht hat. Leider transportiert weder die Erzählweise noch die Umsetzung die tolle Idee angemessen ins Ohr des Hörers. Zu uninspiriert, mit viel zu wenig Feuer und viel zu viel Blabla, wird die Geduld des Hörers auf eine ordentliche Probe gestellt. Im Geplänkel verliert man ein wenig das Interesse an den Hintergründen, die aber, sobald sie bekannt werden, für eine blitzschnelle Rückkehr des Interesses sorgen.

Leider war es das dann aber auch schon und so bleiben letztlich nur zwei Aspekte haften: Die gute Idee und die schale Umsetzung. Schade eigentlich....
 
Meine Wertung: +
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