| Von Menschen, die sich fressen oder All you can
eat |
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Autor: |
Paula Köhlmeier |
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Produktion: |
WDR/ORF/DLR 2008 |
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Regie: |
Susanne Amatosero |
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Bearbeitung: |
Susanne Amatosero |
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Musik: |
Matthias Arfmann |
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Länge: |
54 Min. |
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Mitwirkende: |
Meriam Abbas, Chris Pichler, Florian Teichtmeister, Mercedes Echerer, Hermann
Scheidleder, Stefano Bernardin, Sandra Littomericzky, Eduard Wildner |
Inhalt: |
"Jacob, fünfundzwanzig, unrasiert, barfuß, die großen Zehen zu groß, geht eine
Straße entlang. Die Straße ist leer und müde. Jacob ist müde. Er dreht sich nach
Autos um. In seiner linken Hand hält er ein Schild: 'Wien'.
Bob Dylan singt:
'I want you'.
Hier ist Wien.
Marie liegt auf einem großen Bett. Das
Kopfpolster ist rot. Maries Haare sind schwarz. Schwarze Haare auf einem roten
Kissen.
Volle Aschenbecher, Essensreste und dreckige Wäsche. Das ist
Augustin, das ist sein Zimmer. Dunkel und riecht nicht gut.
Der Berg von
hinten. Augustin schaut zum Fenster hinaus. Er läßt niemanden in sein
Gesicht.
Rutha sitzt am Fenster an einem kleinen Tisch. Ihre Augen sind
verweint. Sie hat weinen gewählt.
Jacob telefoniert: Fusco? Es ist schlimmer
als ich dachte. Der Walfisch macht sie völlig kaputt. Der Walfisch hat beide
Frauen. Der Walfisch muß weg.
Jetzt beginnt das Spiel." (Auszüge aus dem
Stück) |
Bemerkungen: |
Machtmensch Augustin hat zwei Frauen, Rutha und Marie,
in den Bann geschlagen und Jacob, der Ex von Marie, will diesen
brechen, da er ihn als schädlich für beide empfindet. Er
versucht Allianzen zu schmieden, um Jacob zu beseitigen.
Eigentlich eine gute und runde Geschichte, die Paula
Köhlmeier zu erzählen hat. Der Plot um menschliche
Abhängigkeiten und deren (gewaltsamen) Befreiung daraus, hat viel
Tiefe und setzt mitunter auch derbe Akzente.
Allerdings ist die Erzählweise zu gekünstelt, um die
Geschichte wirklich gut und annehmbar zu erzählen. Man braucht
recht lange, um sich an den eigenwilligen Stil zu gewöhnen und so
braucht man schon einiges an Durchhaltevermögen, um hier nicht
vorzeitig das Hörinteresse zu verlieren.
Ein guter Plot in einer (zu) gewöhnungsbedürftigen Umsetzung. |
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