Warten auf Godot

von Samuel Beckett

aus dem Französischen von Elmar Tophoven

Regie: der Autor
Radioregie: Ulrich Gerhardt

RIAS 1976
120 Min.


Estragon: Horst Bollmann
© WDR/H.Güldemeister
© WDR/H.Güldemeister


Wladimir: Stefan Wigger
Lucky: Klaus Herm
Pozzo: Carl Raddatz
Ein Junge: Torsten Sense


Die Aufnahme dokumentiert in einer Kunstkopf-Produktion Samuel Becketts eigene Inszenierung, die am 8. März 1975 am Berliner Schillertheater Premiere hatte. Das Stück, das im Januar 1953 in Paris uraufgeführt worden war, begründete Becketts Weltruhm. Die Funktion des Dialogs scheint einzig die zu sein, das Warten zu registrieren und die Langeweile erträglich zu machen. In den mal banal realistischen, mal burlesken oder von Tiefsinn und Ironie jäh durchblitzten Wechselreden der vier Hauptpersonen wird kein Ausweg aus der problematischen Situation des Wartenden gefunden. Das Denken geschieht um seiner selbst willen. Es ist Spiel und Kunst und als solches Ort möglicher Freiheit. In der ungeheuren Verwirrung ist eines klar: Wir warten auf Godot.


Samuel Beckett (1906-1989) wuchs in einem Dubliner Vorort auf und kam nach seinem Studium (Französisch, Italienisch und Neuere Literatur) als Englisch-Lektor an die Pariser Ecole Normale Supérieure. Während des Krieges arbeitete er in der Résistance, nach dem Krieg lebte er bis zu seinem Tode abseits der Öffentlichkeit in Paris. 1969 erhielt er den Nobelpreis.
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