Wer den Wolf fürchtet
Autor: Karin Fossum
Produktion: DLR 2003
Regie: Götz Naleppa
Bearbeitung: Andrea Czesienski
Länge: 54 Min. / 61 Min.

Mitwirkende:

Konrad Sejer: Winfried Glatzeder
Morten: Markus Meyer
Errki Johrma: Lars Rudolph
Kannik: Jens Bohnsack
Sara Struel: Katharina Zapatka
Robert Gurvin: Udo Kroschwald

Inhalt:

Als die alte Halldis Horn erschlagen aufgefunden wird, ist für die Einheimischen des kleinen Ortes Finnemarka klar: Nur der schizophrene Errki kommt als Mörder in Frage. Kommissar Sejer jedoch glaubt nicht an seine Schuld. Während er aufmerksam und beharrlich nach Spuren sucht, irrt Errki als Geisel des Bankräubers Morten durch das norwegische Niemandsland. Und nichts ist so, wie es scheint.

Bemerkungen
Ein sehr düsterer, typisch skandinavischer Thriller, bringen hier Götz Naleppa und Andrea Czesienski nach dem Roman von Karin Fossum zu Gehör.

Die Geschichte besticht durch tolle Spannungsmomente, die sich aus der Schicksalsgemeinschaft des Bankräubers Morton mit dem etwas zurückgebliebenen Errki ergeben. Nicht nur inhaltlich, auch von der extrem gelungenen Spielweise von Markus Meyer und insbesondere Lars Rudolph, stellt sich dieser Teil des Hörspiels als ein erstklassiges Fundament für diese Produktion dar.
Dahinter treten selbst gestandene Sprecher wie Winfried Glatzeder doch deutlich in den Hintergrund.

Die Geschichte nutzt ein paar sehr derbe Effekte, um Spannung und Hörinteresse hochzuhalten. Diese passen sich aber recht gut in die Handlung ein und wirken nur in Ausnahmefällen etwas aufgesetzt.

Das Team um Götz Naleppa schafft es, diese Geschichte in einer sehr gelungenen Atmosphäre zu erzählen. Trotz einer eher dezenten Inszenierung wirkt die Produktion in diesem Rahmen erstklassig.


Ein origineller Thriller in skandinavischem Outfit - Auch "Wer den Wolf fürchtet" sollte hier trotzdem mal ein Ohr riskieren.

 

meine Wertung: + + + +

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