Wir können noch viel zusammen machen
fünf Hörspiele für Kinder nach F. K. Waechter
Produktion: WDR 2008 / 2009
Regie:
Frank Erich Hübner
Dramaturgie:  Ulla Illerhaus
Dauer: 44 Min.

Inhalt:

Wir können noch viel zusammen machen

Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Musik: Bernhard & Roland Vanecek, Thomas Hammer

Mit:
Erzähler: Karlheinz Tafel
Mamafisch: Claudia Mischke
Papafisch: Reinhard Schulat
Harald: Jacques Camphausen
Mamaschwein: Anke Zillich
Papaschwein: Horst Mendroch
Inge: Mariann Schneider
Mamavogel: Katharina Palm
Papavogel: Steffen Laube
Philip: Dante Selke

Der kleine Fisch Harald, Ferkel Inge und das Vogelkind Philip langweilen sich fast zu Tode. Zum Glück treffen die Tiere eines schönen Tages aufeinander und werden Freunde. Aber was sollen sie spielen? Fische können nicht fliegen und Vögel nicht schwimmen. Aber ein gemeinsames Spiel ist bald gefunden....

10 Min.


Da bin ich

Bearbeitung: Maria Fremmer
Musik: Stan Regal

Erzählerlin: Mariann Schneider

Drei kleine Katzenkinder werden ins Meer geworfen, eins überlebt und besiegt sogar den gefährlichen Hai. Am Ende kommt das Kleine dort an, wo jemand auf ihn wartet, dort, wo es genügt, einfach nur noch zu sagen: Da bin ich!

5 Min.


Der rote Wolf

Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Musik: Kom Wollner

Erzählerin: Eva Spott
Hund: Matthias Ponnier
Olga: Mariann Schneider
Onkel: Hans Bayer


Der rote Wolf ist in Wahrheit ein kleiner Hund, der von einer Wölfin großgezogen wird. Als die Wölfin von Menschen gejagt und erschossen wird, scheint auch der kleine Hund am Ende zu sein, aber das Mädchen Olga rettet ihn. Am Ende seines Lebens erweist Olga dem "roten Wolf" einen letzten Dienst.

11 Min.


Der Kleine im Glaspott

Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Musik: Ralf Haarmann

Mit:
Erzähler: Karlheinz Tafel
Kleiner Fisch: Dante Selke
Papafisch: Geron Nußbaum
Mamafisch: Sigrid Burkholder
Frau Galinowski: Doris Plenert
Herr Galinowski: Ulrich Haß
Fischmädchen: Céline Vogt
Chor der Fische / Meer: Andreas Weigt, Carola Günther, Markus Francke, Alxander Schmidt

Der Kleine im Glaspott hat die Nase voll vom langweiligen Herumschwimmen im Goldfischglas. Schließlich kamen doch seine Ururururahnen aus dem Meer! Und egal, wie wohl seine Eltern sich im engen Pott fühlen, bei nächster Gelegenheit folgt der Kleine dem Ruf des großen, weiten Meeres.

12 Min.


Die Schöpfung

Bearbeitung: Maria Fremmer
Musik: Bernhard & Roland Vanecek, Thomas Hammer

Mit:
Gott: Dante Selke
Eva: Mariann Schneider

Mit Tohuwabohu fängt alles an. Aber dann ist da ein menschliches Wesen. Oder ist es Gott? Jedenfalls gibt es für dieses Wesen zunächst nichts als Leere und Suppe, aber dann entstehen nach und nach Wasser, Wind und Erde. Am Ende schafft sich das Wesen eine Gefährtin.

8 Min.
Bemerkungen:
Fünf kleine Hörstücke, die der WDR für seinen Sendeplatz "Bärenbude" produziert hat und die allesamt Geschichten von F. K. Waechter folgen, legt der DAV nun gesammelt auf einer CD vor.

Die Geschichten sind alle in ähnlicher Form erstellt, Änderungen gibt es hier meist nur in der musikalischen Ausgestaltung, eine - Da bin ich - ist allerdings als Ezählung angelegt, bei den anderen handelt es sich um Hörspiele.

Allen gemeinsam ist ein hoher Unterhaltungswert und ein gewisser Anspruch. Dieser manifestiert sich unterschiedlich. In "Wir können noch viel zusammen machen" ist es beispielsweise die Fähigkeit der Kinder, sich über Schranken und Barrieren, die Erwachsene im Kopf haben, hinwegzusetzen. Obwohl die Protagonisten, ein Vogel, ein Fisch und ein Schwein, unterschiedliche Lebensräume und -gewohnheiten haben, können sie noch viel zusammen machen.

Mehr die emotionale Schiene bedienen "Da bin ich" und vor allem "Der rote Wolf", eine Geschichte, die allein aufgrund ihrer nüchternen Schilderung dem Hörer schon einen Kloß in den Hals treibt.

Leichter und mehr in Richtung der ersten Geschichte geht dann "Der Kleine im Glas" - auch hier dreht es sich um Barrieren - allerdings mehr in Bezug auf Zwänge, aus denen man sich befreien kann, um seine Wurzeln zu finden.

Zum Finale gibt es noch einen echten "Elternschrecker". In "Die Schöpfung" erzählt Waechter seine Version der Entstehung der Welt. Die wird Kindern deutlich mehr Spaß machen, als den Eltern - warum? Selbst hören!

Die Inszenierung ist - wie man es beim WDR erwarten darf - ohne Mängel oder Unschönheiten. Es gibt ein stimmiges Sprecherensemble, das unter der Regie von Frank-Erich Hübner toll agiert. Es stört hier überhaupt nicht, dass die Sprecher innerhalb der Hörspiele mehrfach besetzt wurden. Jedes Hörspiel ist in eine ganz eigenes Flair gepackt, so dass dieser Punkt kaum auffällt.

Die Atmosphären und Kulissen werden hauptsächlich von sehr unterschiedlichen musikalischen Untermalungen getragen. Jede Geschichte bekommt ihren eigenen, auf den Inhalt abgestimmten Hintergrund.


Eine sehr schöne Sammlung, die eine bunte Mischung an Geschichten bietet, denen zu lauschen lohnt. Die Produktion kann ich kleinen und großen Ohren nur empfehlen!

 

  Meine Wertung: + + + +

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