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Von Edward Albee

aus dem Amerikanischen von Pinkas Braun
Regie: Heinz von Cramer
WDR/DRS 1977
89 Min.


Bild: WDR/Interfoto
Mann: Horst Frank; Bild: WDR/Interfoto
Frau: Gisela Stein
Mädchen: Donata Höffer
Stimme: Heinz von Cramer


Eine Frau und ein Mann um die 50. Sie treffen sich im Garten einer verlassenen Villa. Aber was wie das reale Wiedersehen eines ehemaligen Liebespaares beginnt, wandelt sich an diesem verlassenen Ort zum Imaginationsraum von Schattengestalten, die in 20 Versuchseinheiten existenzielle Grundsituationen in einer poetisch reduzierten Sprache durchdeklinieren: die Erfahrung der Jugend, der Liebe, des Älterwerdens - oder die Sehnsucht, den „American Dream“ von Freiheit und Selbstbestimmung zu verwirklichen. Edward Albee nennt es selbst ein Kammerspiel zwischen drei Personen. Es ist zugleich ein groß angelegter kulturphilosophischer Essay, der abstrakte Gedankengänge zu mythisieren, d. h. mit den Mitteln des allegorischen Welttheaters in Dialoge und Aktion umzusetzen versucht. Die amerikanische Fassung, die unter Albees Mitwirkung produziert wurde, fand in den USA ein lebhaftes Echo.

Edward Albee, geboren 1928, wurde Anfang der 60er-Jahre mit dem Einakter „Die Zoo-Geschichte“ bekannt. Sein bekanntestes Stück, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, gilt seit seiner Uraufführung am 13. Oktober 1963 in New York als Fundamentalkritik am Erfolgsdruck des American Way of Life und als Eheklassiker des 20. Jahrhunderts schlechthin. Albee erhielt im Laufe seiner Schriftstellerkarriere sämtliche wichtigen US-amerikanischen Preise, u. a. den Pulitzer-Preis und den Tony Award.



 
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