| Der verräterische Brief |
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Autor: |
Oliver Schulte |
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Produktion: |
audiri 2006 |
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Regie: |
Oliver Schulte, Raimon Weber |
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Länge: |
ca. 62 Minuten |
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Mitwirkende: |
Sprecher: Manfred Liptow
Intro: Horst Kurth |
Inhalt: |
Dem Legationsrat Sir William Edwin Shalton wird in anonymer Brief zugestellt, in
dem man ihm den genauen Zeitpunkt und Ort für einen Mord ankündigt. Was hat es
mit dem Brief auf sich? Wer könnte der Absender sein? Warum die genaue Orts- und
Zeitangabe? Auf Empfehlung des Lords Backwater beauftragt Sir William den
Meisterdetektiv Sherlock Holmes mit der Klärung des Falles ...
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Bemerkungen: |
Audiri ist ein neues Label am Markt, dass sich (bislang) auf Geschichten um
Sherlock Holmes oder von Arthur Conan Doyle verlegt hat.
In der Reihe
"Die unveröffentlichten Fälle des Sherlock Holmes" gibt es eine neue
Sherlock-Holmes-Geschichte aus der Feder von Oliver Schulte. Er lässt noch
einmal Dr. Watson von einem bislang unveröffentlichten Abenteuer des großen
Detektivs erzählen. Dabei gelingt ihm der Stil von Doyle diesbezüglich sehr gut.
Dabei ist es kein Nachteil, dass Doyle kopiert wird, ganz im Gegenteil: Viele
der Holmes-Geschichten, die von anderen Autoren stammen, haben das Manko, dass
man eben nicht den Stil kopiert, sondern es oft besser machen will, als Doyle,
aber das Ergebnis dann recht unbrauchbar ist.
Anders beim "verräterischen
Brief" - Oliver Schulte fängt die Stimmung der klassischen Holmes-Geschichten
sehr gut ein. Der Aufbau der Geschichte ist gut gelungen, die Geschichte bleibt
bis zum Schluss recht spannend.
Dass des Rätsels Lösung etwas weniger komplex
und spektakulär ist, als vermutet, tut dem Ganzen keinen Abbruch.
Grundsätzlich habe ich mit den meisten Umsetzungen von
Holmes-Geschichten das Problem, das die Protagonisten oft zu alt dargestellt
werden. Hier hat man mit Manfred Liptow auch wieder eine "alte" Stimme
eingesetzt. Allerdings ist es hier goldrichtig. Denn diese Geschichte wird ja
Jahre später erzählt, insofern darf, ja muss die Stimme etwas gesetzter klingen.
Liptow bringt den Stoff sehr hörbar rüber, wenngleich er sich ein paar kleinere
Patzer leistet.
Optisch kommt das Hörspiel mit einem sehr gelungen Cover
daher. Eine sehr schöne Comic-Zeichnung eingebettet in einem dem Thema
angemessenen Rahmen. Das wirkt nicht nur schick, sondern auch sehr
professionell.
Ein Punkt, der vielleicht dem ein oder anderen etwas
aufstoßen wird, ist das Duzen zwischen Watson und Holmes! Das ist in meinen
Augen allerdings maximal gewöhnungsbedürftig, aber kein Fehler. Denn die
Umsetzungen sind hier durchaus unterschiedlich, zugegeben die wenigsten nutzen
diesen vertrauten Ton. Allerdings sind es auch schon mal die großen "Holmese",
wie Pasetti, die zum "Du" greifen.
Alles in allem, eine sehr schöne
Holmes-Geschichte, verfeinert durch einige nette Anspielungen. Ein Tipp für alle
Fans des großen Detektivs. |
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