| Besuch in der Nacht |
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Autor: |
Kjell Lindblad |
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Produktion: |
SWR 2005 |
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Regie: |
Stefan Hilsbecher |
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Größe: |
48 Min. |
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Mitwirkende: |
Pastorin: Maren Kroymann
Ladenbesitzer: Traugott Buhre
Maria: Hedi
Kriegeskotte
Johannes: Nikolaos Eleftheriadis
Sufi: Dorothee
Sturz
Samuel: Markus Grube
Tula: Anne Diemer
Pfleger: Achim Hall
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Inhalt: |
Ein synchronistischer Thriller nach einer Produktion des schwedischen Radios in
Finnland
Am 5. Juni 1960 wurden drei Jugendliche, die nicht weit von
Helsinki zelteten, im Schlaf erstochen. Ein vierter überlebte schwer verletzt.
Der dreifache Mord blieb unaufgeklärt, und mit den Jahren rankten sich
zahlreiche Mythen um das Verbrechen. Kjell Lindblad knüpft an die mythische
Ebene an: Vier Jugendliche machen sich Jahrzehnte später auf zum Ort des
Verbrechens. Bevor sie dort zelten, stoppen sie an dem Laden, dessen Besitzerin
sich an die damaligen Opfer erinnert. Der blinde Vater der Verkäuferin erzählt
seine Version von den Morden, während im Radio ein Hörspiel läuft: »Besuch in
der Nacht«.
Der Fall wurde 2004 wiederaufgerollt. Neueste
Untersuchungstechniken belasten den Überlebenden des Mordanschlags. |
Bemerkungen: |
Nach der Inhaltsangabe war ich eher skeptisch, ob mich das, was mich da erwarten
würde, auch wirklich unterhalten könnte. Aber es dauerte nur ein paar Minuten
und ich war von diesem Hörspiel gepackt. Die Story ist zwar sehr phantastisch -
gerade in dieser Verknüpfung, dass während im Hörspiel ein Radio läuft, in dem
ebenfalls ein Hörspiel gesendet wird, was aber Bezüge zur Geschichte hat.
Verwirrend genug? Ich denke schon.
Einziger Schwachpunkt ist, dass der
Hörer am Ende recht allein mit einigen offenen Fragen zurückgelassen wird. Das
ist zwar aufgrund des authentischen, nicht abgeschlossenen Falls nicht anders
möglich - dennoch ist das Gefühl sehr unbefriedigend.
Wer davor nicht
zurückschreckt, der wird mit einem ungewöhnlich spannenden und - trotz
minimalster Untermalung - atmosphärisch atemberaubenden Hörspiel belohnt, dass
man so leicht nicht aus dem Kopf bekommen wird.
Hier fehlt wirklich nicht
viel an der Höchstwertung!
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