| Biedermann und die Brandstifter |
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Autor: |
Max Frisch |
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Produktion: |
DRS-Bern 1971 |
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Regie: |
Klaus W. Leonhard |
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Länge: |
71 Min. |
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Mitwirkende: |
Verfasser: Helmut Winkelmann
Biedermann: Wolfgang Rottsieper
Frau
Biedermann: Gertrud Rudolph
Schmitz: Fred Kretzer
Eisenring: Paul Felix
Binz
Ann: Susi Aeberhard |
Inhalt: |
Der Haarwasserfabrikant Biedermann sitzt in seinem Wohnzimmer und kommentiert
empört die Zeitungsmeldungen von Feuersbrünsten und Brandstiftungen in seiner
Stadt. Sie laufen alle nach dem gleichen Muster ab: Ein scheinbar harmloser
Hausierer nistet sich auf dem Dachboden unbedarfter Bürger ein und zündet
anschließend ihr Haus an. Eines Tages steht der Ringer Schmitz vor Biedermanns
Tür und bittet um Obdach. Biedermann sträubt sich, erliegt aber den geschickten
Schmeicheleien und überlässt Schmitz seinen feuergefährlichen Speicher. Selbst
als der seinen Komplizen Eisenring ins Haus holt, als Benzinfässer herangerollt
und Zündschnüre angeschlossen werden, greift Biedermann nicht ein. Nach dem
Motto: "Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte
Wahrheit.", reden die Brandstifter ganz offen über ihr Vorhaben. Biedermann
glaubt kein Wort, aber zur Sicherheit macht er sich lieb Kind bei ihnen, denn
einem Freund werden sie wohl nicht schaden. Und so kann er ihnen auch die Bitte
um Streichhölzer nicht abschlagen. Die Fabel des Stücks notierte Frisch bereits
1948 in seinem Tagebuch unter dem Titel "Burleske". Danach schrieb er das
Hörspiel "Herr Biedermann und die Brandstifter", das beim Bayrischen Rundfunk am
26.03.1953 seine Ursendung hatte. Erst 1957 arbeitete Frisch das Hörspiel in ein
Drama um. Am 29. März 1958 wurde es am Staatsschauspiel Zürich uraufgeführt.
Max Frisch, 1911 in Zürich geboren, 1931-33 Studium der Germanistik,
Romanistik, Kunstgeschichte und Philosophie. Zunächst arbeitete er als
Journalist. 1936-1941 studierte er Architektur, hatte ein eigenes
Architekturbüro u. baute u.a. ein Schwimmbad für die Stadt Zürich. Ab 1955
freier Schriftsteller. Zu seinem umfangreichen Werk zählen u.a. "Tagebuch
1946-49", die Dramen "Die chinesische Mauer" (1947) u. "Andorra" (1962), die
Romane "Stiller" (1954), "Homo Faber" (1957) u. "Mein Name sei
Gantenbein"(1964). Frisch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-
Büchner-Preis (1958) u. dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976). Er
starb 1991 in Zürich. Seit 1998 vergibt die Stadt Zürich den Max-Frisch-Preis.
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Bemerkungen: |
Inhaltlich ist dieses Hörspiel ein wirklich erstklassiges Stück - keine Frage.
Die Umsetzung ordnet sich diesem unter und beschränkt sich weitestgehend nur auf
die Dialoge. Ob diese Zurückhaltung wirklich notwendig ist, bezweifle ich.
Meines Erachtens hätte etwas mehr Kulisse dem Hörerinteresse am Hörspiel mehr
geholfen, als dem Inhalt geschadet.
So aber bietet das Hörspiel als
solches dem Hörer, der das Stück kennt, wenig zusätzlich Hörenswertes. Für alle,
die Herrn Biedermann noch nicht kennen, ist es allerdings eine Empfehlung
wert!
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