| Blutiger Wind |
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Autor: |
Raymond Chandler |
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Produktion: |
NDR 1984 |
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Regie: |
Marianne Therstappen |
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Bearbeitung: |
Alexander Eisenreich |
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Länge: |
54 Min. |
Mitwirkende: |
Barkeeper: Wolfgang Jürgen
Copernik: Edgar Hoppe
Dalmas: Wolf Dietrich
Berg
Juwelier: Gerd Samariter
Killer: Günther Dockerill
Miss Kolchenko:
Gerda Katharina Kramer
Mrs Barsaly: Klaus Dittmann
Mrs. Barsaly: Joseline
Gassen
Waldo: Joachim Wolff
Ybarry: Lothar Grützner |
Inhalt: |
"Es blies ein Wüstenwind an diesem Abend. Einer jener heißen, trockenen Santa
Anas, die von den Gebirgspässen herunterkommen und einem das Haar krüllen und an
den Nerven zerren und auf der Haut jucken. An Abenden wie diesem endet jede
Saufrunde mit einer Keilerei. Sanftmütige Hausfrauen tasten prüfend über die
Schneide des Tranchiermessers und studieren die Hälse ihrer Männer. Schlechthin
alles ist möglich." (Chandler) So passieren zwei Morde und ein Mordversuch,
tauchen Perlen wieder auf, um endgültig zu verschwinden, schlägt ein Polizist
brutal zu, scheitert eine neue Liebe an einer kaputten Ehe. Privatdetektiv
Dalmas jedenfalls bekommt in Raymond Chandlers Geschichte "Blutiger Wind" viel
zu tun - nicht zuletzt mit einer schönen Frau und mit sich selbst. |
Bemerkungen: |
Ein typischer "Chandler" erwartet den Hörer in dieser Produktion. Die Geschichte
um den Detektiv Dalmas lebt hier nicht nur von der Vorlage, sondern auch von
deren guten Umsetzung. Andreas Eisenreich hat hier aus einer durchschnittlichen
Geschichte des Autors, doch viel Brauchbares extrahieren können. Aus diesem
konnte dann Marianne Therstappen ein formal sehr passendes Hörspiel
produzieren.
Insofern hat man aus der Geschichte das Machbare und Beste
herausholen können. Fraglich bleibt nur, warum man diese qualitativ nicht gerade
herausragende Vorlage Chandlers zum dritten Male für das Radio neu umsetzen
musste. Zumal die SWF-Version (unter dem Titel "Heißer Wind") ja auch schon
zusammen mit dem NDR produziert wurde.
Richtig vom Hocker riss mich das
Stück nicht, Chandler-Fans dürften jedoch ihre Freude daran haben, denn die
Umsetzung ist durchaus gelungen.
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