Carlotta jagt den Coyoten

von Linda Barnes
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger

Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Produktion. DeutschlandRadio Berlin 2000
Dauer: ca. 55 Minuten

Privatdetektivin Carlotta Carlyle kommt gerade vom Volleyball-Training zurück, als sie von einer verängstigten, spanisch sprechenden Frau aufgesucht wird, die sich mit dem Namen Manuela Estefan vorstellt. Ihr sei die Aufenthaltsgenehmigung, die Green Card, gestohlen worden, erklärt sie. Hat man nicht vor drei Wochen in einem Park eine weibliche Leiche gefunden und identifiziert? Manuela Estefan ist laut Polizeibericht der Name des Opfers.

Carlotta Carlyles erster Fall kommt mit einer gesunden Portion Marlowe daher. Die ganz und gar nicht perfekte Carlotta ermittelt als Privatdetektivin im Einwanderer-Milieu und schlägt sich mit Illegalen, der Polizei und der Einwanderungsbehörde herum.

Carlottas Macken und die Fehler, die sie begeht, machen sie zu einer liebenswerten Heldin. Sie ist kein Supermann à la Holmes, kein cooler Hund wie Marlowe – sie hat ihre ganz eigene Art. Mit Ecken und Kanten aber auch mit einer guten Portion Humor, mit der sie ihr „Schicksal“ meistert.

Was Carlotta verteufelt gut kann, ist Blues-Gitarre spielen. Entsprechend ist auch die musikalische Untermalung, schöner, knackiger Gitarrenblues – mal was anderes und vor allem sehr zur Story passend.

Christiane von Poelnitz als Carlotta gibt als Erzählerin bzw. handelnde Person einen Blick auf ihre Sicht der Dinge. Man ist damit immer auf ihrer Augenhöhe und bekommt so die Wendungen im Fall auch in „Echtzeit“ mit.

Dass dieses Hörspiel zu Gefallen weiß, ist nicht nur Verdienst von Linda Barnes Vorlage, sondern sicherlich auch zu einem Gutteil bedingt durch Joy Markerts Hörspielumsetzung. Rundum gelungen!


 

Meine Wertung: + + + +

 

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