Centropolis
  Autor: Walter Adler
  Produktion: WDR/SFB/BR 1975
  Regie: Walter Adler
  Länge: 49
 

Mitwirkende:

Balt: Ernst Jacobi
Pat: Cordula Trantow
Mary: Eva-Katharina Schulz
Kain: Hans Korte
Aufnahmeleiterin: Gustl Halenke
Chef-Arzt: Hans Caninenberg
Lautsprecher: Michael Degen
Terroristin: Rosel Schäfer
Gertraud Heise, Marianne Lochert, Gerd Andresen, Heinz Meier, Heiner Schmidt, Michael Thomas
u.a.

Inhalt:

Centropolis ist ein fiktives, verschärftes New York: Niemand ist hier mehr vor raubenden und plündernden Polizisten, vor blitzschnellen Autoknackern sicher. Die ständigen Straßenschlachten und Bandenkriege verhindern Post- und Mülltransporte, und was geschieht dem, der bei einem Verkehrsunfall oder auf andere Weise verletzt, aber mit brauchbaren Organen in die Klinik eingeliefert wird?
Die allmächtige TV-Gesellschaft trägt dem Schauspieler Balt die Rolle des Ministerpräsidenten an. Die Zuschauer sind an den täglichen Auftritt des Politikers gewöhnt, darum werden Schauspieler und Statisten eingesetzt. Erst als Balt selbst ein Opfer der großen Manipulation wird, beginnt seine Frau Pat danach zu fragen, wem all diese Unternehmungen nützen, wer sie steuert, wer dafür bezahlt und für wen die vielen konservierten Organe bestimmt sind.

Bemerkungen:

Ein Kunstkopfhörspiel von Walter Adler, dass zudem noch den Preis der Kriegsblinden erhält. Das kann einige interessieren, andere werden aber auch da gerade die Ohren schließen. Leider stoßen solche Hörspiele bei der breiten Masse nicht auf viel Gegenliebe.
Auch hier hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit dieser Produktion. Es dauert recht lange, bis man mal auf dem Punkt ist, wo die Geschichte hin will. Ist dieser dann erreicht, wird es allerdings recht interessant und regt zum Nachdenken an.
Wenn man die Beschreibung der Zukunft mit der heutigen Zeit vergleicht, findet man viele Parallelen, was erstaunlich ist, da das Hörspiel schon mehr als dreißig Jahre alt ist.
Ein Tipp für alle, die an Endzeitgeschichten interessiert sind - aber man sollte schon einen etwas langen Atem mitbringen.

 

 

Meine Wertung: +

 

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