Christoph Schwarz (2) Die Brocken-Hexen

nach einem Roman von G. Arentzen

Buch: Horst Kurth, Nadine & Marcus Görner
Bearbeitung und Regie: Horst Kurth
Musik: Nils Jeners und Julien Claassen
Romantruhe Audio 2009
73 Min.





Mit:
Christoph Schwarz: Sascha Rotermund
Nathalie Ochsenreiter: Arwen McCullen
Lilith: Gabriele Wienand
Pater Ägidius: Stephan Böhme
Belinda Nolte: Annika Weitershagen
Pater Benedikt: Oliver Theile
Patrizia Köhler: Jana Kowalski
Uta Gross: Mareike Möller
Nadine Weyer: Lea Kohns
Frau Schmittken: Annette Gunkel
Vater Schuck: Dirk Hardegen
Lena Schuck: Melissa Kumpmann
Cindy Mahler: Simona Pahl
Polizist: Ronald Salert
Miriam Prott: Tatjana Auster
Mutter Schuck: Sabine Hardegen
Geisterstimme: Johannes Osmond
Geisterstimme: Johannes Casser
Mailbox: Markus Topf
Kellner: Christopher Albrodt
Gaffer: Marcus Görner
Notrufzentrale: Horst Kurth
Zeitansage: Jörg Schuler



"Vor einem Jahr, zur Walpurgisnacht am Brocken, verschwand meine Nichte. Alle Nachforschungen blieben bisher erfolglos und die Polizei hat die Ermittlungen eingestellt. Sie ist bestimmt ein Opfer der Brocken-Hexen geworden! Finden Sie meine Nichte", flehte mich Frau Schmittken an. Ich nahm den Auftrag an, denn an Hexen glaubte ich nicht. "Hexen in der heutigen Zeit? Das ist doch alles Einbildung", dachte ich. Das wird ein einfacher Job und so fuhr ich siegessicher in den Harz. Wie sehr ich mich doch irren sollte, denn nicht nur die Hexen trieben dort ihr Unwesen ...


Bemerkungen:

Dem Auftakt zu Christoph Schwarz konnte man ja zumindest attestieren, dass er das etwas ausgetretene Geisterjägergenre um ein paar interessante Elemente bereichern konnte. Herausragend darunter ist die regionale Einbindung in Deutschland, die ja auch hier wieder -  nicht nur in den Titel - einfließt. Das gibt diesen Geschichten gegenüber den zahlreichen unmittelbaren Konkurrenten etwas mehr Bodenständigkeit.

Allerdings hilft das dem Plot bezüglich der Originalität nur bedingt weiter. Das, was hier erzählt wird, sind die typischen Genrestandards, die nur wenig Überraschendes bieten. Mit diesem Problem kämpfen eigentlich alle, so das man als Hörer wohl keine Wunder erwarten darf, als Produzent hingegen, darauf achten muss, dass man die Geschichte zumindest spannend erzählt.

Das gelingt in dieser Episode nur bedingt. Zum einen ist das Tempo nicht sonderlich hoch. Gerade mal in den actionlastigen Szenen zieht man etwas an. Ansonsten treibt die Handlung recht lose in der dafür zu langen Spielzeit vor sich hin. Hier hätte man das Skript ruhig etwas mehr straffen und dafür deutlichere Aktzente setzen können.

Die technische Seite der Umsetzung ist etwas besser - allerdings herausragend ist hier nichts.

Die Sprecherleistungen gehen insgesamt in Ordnung. Ein paar wenige Sprecher gibt es, die durch wenig überzeugende Leistungen, den Gesamteindruck etwas trüben. Deutlich nach oben hingegen setzt sich Sascha Rotermund in der Titelrolle ab.

 Die Inszenierung ist ebenfalls nicht auf dem Niveau, das man heute von einer Serie dieses Genres erwarten darf. Die Musikuntermalung wirkt etwas uninspiriert, es gelingt hier kaum eine spannende oder gar gruslige Atmosphäre zu erzeugen oder die Handlung dahingehend zumindest zu unterstützen. Die Geräuschkulisse ist auch eher zweckmäßig, hier wird für heutige Möglichkeiten, etwas zu einfach zu Werke gegangen.

Leider kann diese Folge nur aufgrund der originellen Grundidee der Reihe punkten. Auch der Plot der Episode bietet nette Ideen, die allerdings im zu typischen Gruseleinerlei kaum eine Chance haben. Die Inszenierung hinkt zu sehr den heutigen Standards hinterher, so dass das Ergebnis zwar noch recht unterhaltsam, aber in keinem Einzelaspekt wirklich herausragend ist. Insgesamt ist das, gerade im Hinblick auf die breit aufgestellte Konkurrenz, zu wenig.
   

Meine Wertung: + / -

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