Conni in der großen Stadt

von Julia Boehme

Regie: Hans-Joachim Herwald
Manuskript: Ludger Billerbeck

Musik: Mik Berger, Tomas Kröger, Ludger Billerbeck
Universal Music/Karussell 2009
66 Min.
 


Erzähler: Wolf Frass
Conni: Florentine Draeger
Mama: Barbara Fenner
Papa: Eberhard Haar
Jakob: Jonas Kaab
Cousin Michael: Flemming Stein
Onkel Andreas: Martin Lohmann

u. a.


Berlin, Berlin … !!! Conni freut sich auf die große Stadt. Sie darf übers Wochenende ihren Cousin Michi und ihren Onkel Andreas besuchen. Es ist das erste Mal, dass Conni eine so weite Strecke alleine mit dem Zug fährt. In Berlin angekommen wird sie von den beiden abgeholt und schon beginnt Connis kleines Großstadtabenteuer.

Zuerst geht es zum „Alex“, dem Platz am Berliner Fernsehturm. Im Telecafé passiert Conni dann das Malheur: Ihr roter Rucksack samt Rückfahrticket ist weg! Dafür findet sie einen Rucksack, der fast so aussieht wie ihr eigener – sogar der Inhalt ist ähnlich. Offenbar gehört dieser Rucksack einer anderen Ausflüglerin. Conni findet heraus, dass die Besitzerin eine gewisse Klara ist, die auch als Touristin in Berlin unterwegs ist. Sie entdeckt ein Foto des Mädchens mit ihrem Hund und in Klaras Reiseführer auch einen Plan, in den sie notiert hat, wann welche touristische Attraktion auf dem Programm steht. Und so machen sich Conni und Michi auf, Klara zu finden - leider ohne Erfolg. Entweder kommen sie jedes Mal zu spät und Klara ist schon weg, oder sie hat ihre Pläne einfach geändert. Auf den Spuren Klaras kommen Conni und Michi ganz schön in Berlin herum: Conni sieht die Gedächtniskirche, die Siegessäule, das Schloss Bellevue, den Reichstag, das Brandenburger Tor und fährt im Doppeldeckerbus. Als sie Unter den Linden aussteigt, erlebt sie gar ihre erste Verfolgungsjagd. Die endet jedoch erfolglos mit einem etwas peinlichen Erlebnis in der Kinderuni. Auch im Naturkundemuseum und im Zoo, wo Conni eine aufregende Begegnung mit dem bzw. einem Berliner Bären macht - keine Spur von Klara.

Doch schließlich findet Klara Conni. Sie hatte zwar nur ein einziges Indiz, das war jedoch ausreichend, um Conni und damit ihren eigenen Rucksack wieder aufzuspüren. Ganz schön schlau, diese Klara, und sympathisch obendrein! Zufällig fahren die beiden Mädchen auch noch im selben Zug nach Hause und erzählen sich von ihren aufregenden Erlebnissen.


Bemerkungen:

Die bereits 25. Folge der netten Hörspielreihe um die sympathische Titelheldin Conny. In dieser Episode gönnt man ihr einen Besuch in Berlin. Dort besucht sie ihren Cousin Michael, der dort ab und zu bei seinem Vater Andreas wohnt. Wer diese Entwicklung in der vorherigen Folge verpasst hat, hat hier trotzdem keine Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen.
Durch eine Verwechslung Connys Rucksacks mit einem anderen, bekommen der Besuch ein Motiv, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Michael und Conny sind fortan unterwegs, um diesen Irrtum wieder rückgängig zu machen.

Leider ist diese Grundlage nicht interessant genug, um die gesamte Handlung zu stützen, zumal sich hier auch viele Episoden innerhalb der Handlung diesem Motiv unterordnen. Man bringt zwar vielel interessante Fakten über Berlin zusammen, richtig spannend und interessant wird es allerdings nur bei der Episode im Zoo.

Das Sprecherensemble ist bewährt, der Einsatz beschränkt sich hauptsächlich auf Florentine Draeger, Fleming Stein, Martin Lohmann und natürlich Wolf Frass. Alle anderen Figuren sind nur in Kleinstrollen abgebildet. Die Leistung insgesamt stimmt. Man schafft auch hier wieder eine sehr symphatische und glaubwürdige Charakterisierung der Figuren.

Auch die technische Umsetzung ist solide. Eine einfache, aber ausreichende Kulisse gepaart mit den beliebten, aber zum Teil etwas angestaubten, Musikstücken, die man aus vielen Herwald-Hörspielen kennt.

Leider ist der Reihe zum Jubiläum kein wirkliches Highlight geglückt. Eine ordentliche und unterhaltsame Folge kommt allerdings noch immer dabei heraus.
   

Meine Wertung: + +
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