Conni und das ganz spezielle Weihnachtsfest
  Autor: Julia Böhme
  Produktion: Universal 2008
  Regie: Hans-Joachim Herwald
  Bearbeitung: Ludger Billerbeck
  Musik: Mik Berger, Tomas Kröger, Ludger Billerbeck
  Länge: 71 Min.
 

Mitwirkende:

Erzähler: Wolf Frass
Conni: Florentine Draeger
Jakob: Aaron Laulbarsch
Mama: Barbara Fenner
Papa: Eberhard Haar
Onkel Albert: Günther Lüdke
Frau Hauser: Kerstin Draeger
Maria Sandulescu: Isabella Grothe
Ihre Schweser Sophia: Carla Becker

Inhalt:

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Conni freut sich schon auf Weihnachten. Doch bei Familie Klawitter herrscht nicht gerade Weihnachtsstimmung: Alles geht schief! Nichts läuft so, wie geplant!Aber dann stellt Conni fest, dass so ein ganz spezielles Weihnachtsfest auch sehr schön sein kann.

Bemerkungen:

Die Titelheldin, die kein fixes Alter hat, erlebt hier ein paar chaotische Adventstage. Wobei das geschilderte Chaos nicht unbedingt außergewöhnlich, sondern - wie es die Serie gut und gerne macht  - nahezu alltäglich ist. Das schafft Glaubwürdigkeit und unterhält trotzdem über die - für ein Hörspiel für Kinder recht lange - Spielzeit.
Kleine Probleme, die nicht an den Haaren in die Story gezogen sind, sondern auch von den Hörern nachvollzogen werden können, bekannte und vorstellbare Situationen, das sind die Elemente, die dieses Hörspiel auszeichnen.

Auch wenn es zwischendurch mal ein paar Dinge gibt, die sich, für meinen Geschmack, in der Geschichte etwas zu sehr zuspitzen - etwa die Szene in der Kirche - finden später ihren Sinn und werden in einem gelungenen Finale wieder glattgebügelt.

Das Sprecherensemble ist recht ordentlich ausgewählt. Insbesondere Florentine Draeger gefällt mir als Conni ausgesprochen gut. Aaron Laubarsch ist als Jakob etwas schwer einzuordnen. Mal klingt er in seiner Rolle sehr jung, mal älter - hier schwankt es etwas zu sehr in der Darstellung.

Etwas unschön ist mir hier und da der Einsatz des Erzählers aufgefallen. Es gibt hier öfter die Situation, dass mit relativ unwichtigen Sätzen die Dialoge unterbrochen werden, was ein wenig den Fluss der Geschichte hindert.

Für die Inszenierung zeichnet sich Altmeister Hans-Joachim Herwald verantwortlich, der eine gewohnt gute Arbeit abliefert. Die Soundkulisse drängt sich zwar nicht auf, reicht aber aus, um die Geschichte gut vorstellbar zu machen.

Im Hörspiel wird recht viel gesungen, das ist für ein Weihnachtshörspiel zwar in Ordnung, aber auf ein oder zwei "Vom Himmel hoch" hätte ich verzichten können und mich mit einem Hinweis des Erzählers begnügt.

Insgesamt ein nettes Weihnachtshörspiel, dass gerade rechtzeitig mit den ersten Spekulatius und Dominosternen in die Verkaufsregale kommt.

 

Meine Wertung: + + +

 



 

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