sowie Bernd Rumpf, Peer Augustinski, Jo Weil, Heiko
Obermöller,
Nicole Engeln, Tom Jacobs, Dustin Semmelrogge, Bert Stevens, Kerstin
Kramer, Peter Nottmeier, Volker Wolf
Inhalt:
Irgendwo, in den Tiefen des Alls, findest Du
einen einsamen, grauen Planeten. Eine Welt namens... Cungerlan!
Um auch die letzten freien Handelswege besteuern zu können,
hat
der grausame Ayir-Kaiser Erzeboon II. an der Straße von
Galone
eine mächtige Luftfestung errichten lassen. Damit droht allen
Völkern Cungerlans eine nie gekannte Zeit der
Unterdrückung
und Knechtschaft.
Nur der Serhildan, ein Geheimbund unter der Führung der klugen
und
schönen Manza Hothead, wagt es noch, Widerstand zu leisten.
Doch
zunächst muss ein zahlungskräftiger Sponsor gefunden
werden,
um den kostspieligen Kampf für Frieden, Freiheit und
Gerechtigkeit
zu finanzieren...
Bemerkungen:
Bereits
im Vorfeld wurde über diese Serie ja heftig gestritten. Weniger
über Themen, Inhalte und Sprecher, sondern leider eher
über
die Preisgestaltung. Hat eine solche, verhältnismäßig
hochpreisige Reihe, überhaupt eine Chance? Eine Frage, die jeder
Hörer letztlich nur für sich selbst beantworten kann, bzw.
die die Verkaufszahlen und die Zeit beantworten werden.
Was kriegt man geboten? Optisch macht die Reihe schon mal ordentlich
was her: Ein schönes Digipack, umfangreiches Booklet, ansehnliche
Sprecherliste... Die Papierform stimmt.
Aber der Inhalt? Tja, hier werden sich dann schon die Geister scheiden.
Eine lustige SF-Geschichte erwartet den Hörer hier, die sehr
gängige Muster bekannter Stoffe kopiert und in leicht
abgewandelter Form wiedergibt. Die Grundgeschichte ist auffallend dicht
an die Star-Wars-Saga angelehnt. Das ist schon sehr zurückhaltend
formuliert, es als "dreist abgekupfert" zu bezeichnen, käme der
Wahrheit genauso nahe.
Versetzt wird dies mit viel humorigen und witzigen Dialogen, so dass es
hier in die Richtung eines "Spaceballs für die Ohren" geht.
Natürlich ist das mit dem Humor so eine Sache. Hier den Nerv des
Hörers zu treffen, ist gar nicht so einfach. Meinen
persönlichen verfehlt man dabei sogar meilenweit. Negatives
Highlight ist dabei der Versuch einen Dialog mit James-Bond-Filmtiteln
zu erstellen.
Wie schon erwähnt, sorgt die Sprecherliste für
Aufmerksamkeit. Was tatsächlich zu hören ist, bleibt da
allerdings ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Das sei
vielfach den wenig prägnanten Figuren und Dialogen geschuldet,
dennoch hätte man hier im gesamten Ensemble etwas mehr als diese
durchschnittlichen Leistungen erwarten dürfen.
Auch die Musik und Sound sind eher Standardkost, ein Niveau, das die
meisten Label am Markt recht locker aus dem Ärmel schütteln.
Von "aufwändig produzierter SF-Hörspielsaga" hört man da
einfach nicht genug.
Richtig weh tut leider auch der Punkt "Spielzeit" (insbesondere im
Verhältnis zum anvisierten Preis). Sicherlich gibt es Geschichten,
die in 35 Minuten erzählt sind, wenn man aber ohnehin auf mehrere
Teile setzt, stoßen diese Ministücke nicht ganz zu Unrecht
auf Unverständnis.
Immerhin gibt es noch Bonusmaterial, das sich aus Interviews mit
den Beteiligten und einem Ausblick auf die nächste Folge
zusammensetzt. Auch wenn es vielleicht etwas zu sehr auf die Produktion
selbst bezogen ist, muss ich aber sagen, dass mich die 9 Minuten
Interview besser unterhalten haben, als das Hörspiel selbst.
Insgesamt muss man leider sagen, dass den vollmundigen Ankündigungen
nur wenig Taten folgten. Cungerlan bleibt leider in allen Punkten - zum
Teil deutlich - hinter den Erwartungen zurück.