Cungerlan (1) Ein Held wider Willen
  Autor: Jerry Marcs
Bearbeitung: Frank-Michael Rost
  Produktion: Ohrland 2009
  Regie: Frank-Michael Rost
  Musik: Robert Hermann
  Länge: 45 Min. (inkl. 9 Min. Bonusmaterial) 
 


Mitwirkende:

Erzähler:  Josef Tratnik

sowie Bernd Rumpf, Peer Augustinski, Jo Weil, Heiko Obermöller, Nicole Engeln, Tom Jacobs, Dustin Semmelrogge, Bert Stevens, Kerstin Kramer, Peter Nottmeier, Volker Wolf

Inhalt:

Irgendwo, in den Tiefen des Alls, findest Du einen einsamen, grauen Planeten. Eine Welt namens... Cungerlan!

Bor Toth und Shrill-Itzu-Meister Kentoka haben sich dem Serhildan-Aufstand gegen Ayir-Kaiser Erzeboon II. angeschlossen. Gemeinsam mit dem Helden Russel Lighthunter und Dr. Ponder Keen machen sie sich auf die abenteuerliche Reise in die gefährliche Grenzstadt Dharambo. Dort wollen sie einen Weg finden, zum Königshof in Aramass durchzubrechen.

Doch in Dharambo wimmelt es von feindlichen Dergern. Nur der verwegene Profikämpfer Tarwilder könnte ihnen weiterhelfen. Aber der denkt nicht im Traum daran, seinen Hals für jemand anderen zu riskieren... 


Bemerkungen: Nach der "Nullnummer" zum Auftakt, kommt mit "Ein Held wider Willen" die erste zählbare Folge der Reihe "Cungerlan" auf den Markt.

Spätestens hier hätte sich ja eigentlich erschließen müssen, warum es eine Folge "0" gab - tut es leider nicht. Wie so oft: Die Standardnummerierung hätte es hier sicherlich auch getan.

Inhaltlich hat diese Geschichte gegenüber ihrer Vorgängerin schon etwas mehr zu bieten. Zumindest was den Punkt "Eigenständigkeit" betrifft. Zwar bleibt das Grundgefüge natürlich noch immer sehr an die Star-Wars-Saga angelehnt - ein Punkt, den die Reihe ohne Klimmzüge auch nicht ablegen kann - immerhin gelingt es aber, in den Details und einzelnen Szenen etwas mehr Vielfalt zu präsentieren. Auch wenn man hier mit der Originalität noch immer nicht gerade um sich schmeisst, der Unterhaltungswert steigt zumindest.

Auch der Humor ist etwas dezenter, was der  Hörbarkeit sehr zu Gute kommt. Wenn auch noch immer ein paar sehr bemühte Gags zu Gehör gebracht werden, im Großen und Ganzen stimmt hier die Richtung etwas eher als in Folge "0".

Wenig bis keine Änderungen gibt es bei der Umsetzung. Hier bleibt es bei eher durchschnittlicher Kost. Die Sprecher agieren noch immer zu farblos und auch Soundkulisse und Musik überzeugen kaum. Hier sind die Probleme des Vorgängers noch immer vorhanden.

Erneut beträgt die Spielzeit nur wieder eine gute halbe Stunde. Das ist und bleibt einfach zu wenig.

Hat mich das Bonusmaterial bei Folge "0" noch unterhalten können, wird mir hier die Lobhudelei zu Cungerlan dann doch ein wenig zuviel. Da hätte ich mir doch ein paar interessantere Themen vorstellen können.

Auch wenn es inhaltlich etwas aufwärts geht, der Rest wird den hohen Ansprüchen noch immer nicht gerecht. Insbesondere die Umsetzung bleibt weiterhin einfach zu blass, um es hier in den positiven Wertungsbereich zu schaffen.
   
Meine Wertung: + / -
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