Dämonenkiller - Edition 21 - 1 - Im Zeichen des Bösen
  Autor: Ernst Vlek und Neal Davenport
  Produktion: Nocturna Audio
  Regie: Susa Gülzow
  Bearbeitung: Susa Gülzow
  Musik: Michael Berg und Roman Rosbach
  Länge: 74 Min.
  Cover

Mitwirkende:

Erzähler: Stephan Schwartz
Dorian Hunter: Sascha Rotermund
Lilian Hunter: Tina Eschmann
Gräfin von Lethian: Isabella Grothe
Edward Belial: Asad Schwarz
Roberto Copello: Robert Missler
Jörg Eklund: Nico König
Bruno Guozzi: Sascha Draeger
Vukujev: Konstantin Graudus
Anja: Eva Michaelis
Busfahrer: Wolf Frass
Vampirin: Marianne Lundt

Inhalt:

Der Reporter Dorian Hunter verirrt sich nach Einbruch der Dunkelheit auf das Schloss derer von Lethian. Ein düsteres Geheimnis umgibt den Ort. Wer sind die acht unheimlichen Fremden, die alle am selben Tag wie Dorian geboren wurden? Was verbindet ihn mit der Schlossherrin, die ihn so zuvorkommend behandelt wie ihren eigenen Sohn ... und was bedeuten ihre Worte, dass Dorian, genau wie jene acht Fremden, seit Jahren dort erwartet wurde?

Bemerkungen:

Mit der Serie "Dämonenkiller" hat sich Nocturna Audio einer Romanvorlage angenommen, die schon einmal Gegenstand einer Hörspielumsetzung war. Insofern kommt man kaum umhin, beide Versionen zu vergleichen.
Die Version aus dem Hause Europa hat mir persönlich recht gut gefallen. Obwohl ich Groschenheftumsetzungen selten viel abgewinnen kann, hatte diese Version einiges zu bieten. Die Geschichte war recht originell, die Produktion mit guten Sprechern be- und auch recht spannend in Szene gesetzt.

Gelingt das alles bei der Neuauflage auch? Bzw. konnte man es, 25 Jahre später, besser machen?

Leider nein. Man gibt sich zwar alle Mühe, richtig überzeugend ist das Ganze aber nicht.

Die Geschichte ist zwar an sich recht gut, sie genügt aber nicht, um die Spannung über die gesamte Spielzeit ordentlich aufrecht zu halten. Hier und da gibt es zwar recht gute und spannende Momente, zähe Phasen tauchen allerdings auch zur Genüge auf.
Trotz der nahezu doppelten Spielzeit hat man auch nicht wirklich den Eindruck, ein adäquates Mehr an Geschichte bekommen zu haben.

Auch die Struktur des Skripts ist hier etwas unstet. Gerade der Erzählerpart ist in Bezug auf die Handlung unausgegoren. Mal wird ohne Not zuviel der im Hintergrund ablaufenden Handlung erzählt, an anderen Stellen schweigt man sich über das Geschehen weitestgehend aus, obwohl der ein oder andere erklärende Satz hier sinnvoller wäre.

Schwierig wird es auch bei den Sprechern. Zum großen Teil gibt es ordentliche Leistungen, richtig überzeugt hat mich in diesem Cast allerdings niemand. Dazu bleiben die Charaktere insgesamt etwas zu blass.
Einiges wirkt sogar regelrecht billig, beispielsweise Sascha Draegers zu aufgesetzter Dialekt, zumal dieser nicht konsequent durchgehalten wird. So etwas sollte weder bei einem professionellen Sprecher, noch bei einer ebensolchen Produktion auftreten.

Die sonstige technische Seite ist leider auch nicht ganz dort, wo man heutzutage sein dürfte. Die Atmosphäre könnte dichter sein, einige Effekte wirken ziemlich unausgegoren. Für eine angemessene Kulisse genügt das in den wenigsten Szenen.

Insgesamt ist die erste Folge dieser Reihe nicht ganz das, was ich erhofft und erwartet habe. Da das Heer der Groschenheft-Umsetzungen - gerade in diesem Genre - schon recht groß ist, muss man schon einiges bieten, um hier hervorzustechen. Dies gelingt allerdings in keinem Bereich des Hörspiels wirklich. Die Folge ist zwar nicht schlecht, aber eben auch leider nicht gut, bzw. gut genug. Fatalerweise gibt es zudem bereits eine Hörspielumsetzung dieses Stoffs, von der man sich nicht qualitativ absetzen konnte. Das ist leider zu wenig.

 

 

Meine Wertung: + / -

 

 

 

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