Damon Rips (1) Das Amulett des Todes
  Autor: André Strazalka
Schnitt: Sven Matthias
  Produktion: hoerspielprojekt 2009
  Regie: Sven Matthias
  Musik: Jan Schroeder und Bastian Georg Lembrecht

Evil Country Jack - Tutti Sur - Subtelty Bit, PS1, Lurker Atmosphere, Behold the Beginning Matthew Tyas - Ante Meridiem, Hidden under the Bed (http://www.jamendo.com)
  Länge: 53 Min.
 


Mitwirkende:

Damon Rips: NN
Mike Brix: Dirk Hardegen
Daniel Louis: Sven Matthias
Lars Orenson: Tobias Diakow
Padre Zestro: Ralf "Searge" Pappers
Kellnerin: Vera Bunk
Hausmeister Moose: Thomas Kehr
Rocker Vampir: Falko Dieckmann
Stewardess: Tatjana Auster
Padre Gustavo: Bastian Georg Lembrecht
Padre Luigi: Andre Strzalka
Grosser Padre: Michael Löder
Chefarzt: Detlef Tams

Inhalt:

Damon Rips und sein Partner Daniel Louis sind ein gewöhnliches Ermittlerteam in Brooklyn.
Wäre da nicht diese eine Sache: Damon Rips wurde von einem Werwolf gebissen und Dank des freiwillig gespendeten Blutes einer Jungfrau ist seine Seele zwischen zwei Welten hin und hergerissen.
Tagsüber ein unauffälliger und bedachter Ermittler, verwandelt er sich in der Nacht zur wilden Bestie.
Als ein Priester in dessen Kirche ermordet aufgefunden wird, jagen sie den Mörder quer durch Brooklyn bis nach Italien.
Dabei ist ihr Gegner ein übermenschliches Wesen, das in seiner Mordlust scheinbar durch nichts aufzuhalten ist...



Bemerkungen: Mit Damon Rips betritt der nächste Geisterjäger, der irgendwie ja ganz anders ist, als alle anderen, die Bühne. Das Hörspielprojekt legt mit der Serie um den Werwolf-Cop Damon Rips eine Produktion vor, die in der Mischung schon recht ungewöhnlich ist und insoweit auch recht originell ist, wenngleich man mit den verwendeten Elementen nicht unbedingt das Rad neu erfunden hat.

Die Idee, den Plot in eine Zukunft zu verlegen, in der Standardgrusler wie Werwölfe und Vampire nicht mehr zu einer eigenen Welt gehören, sondern gesellschaftliche Realität sind, bietet sicherlich genug Potential, um daraus interessante Geschichten zu erschaffen.

In dieser ersten Folge strapaziert man den Aufhänger allerdings nicht sonderlich, sondern erzählt eine - davon recht losgelöste - interessante Geschichte im genretypischen "Gut gegen Böse"-Muster.

Es gelingt dem Team, diese Geschichte mit sehr viel Spannung zu erzählen. Nette Ideen im Skript und interessante Wendungen sorgen letztlich für eine gut funktionierende und über die gesamte Spielzeit unterhaltsame Geschichte.

Das Sprecherensemble funktioniert gut.  Insbesondere die Besetzung der Stimmen zu der Größe und Art der Rolle ist gelungen. Kleinere Mängel bei den Sprechleistungen , kann man der, bei dieser Machart nur eingeschränkt möglichen, Regie anlasten - allerdings auch nicht alle, da es hier und da doch einige falsche Betonungen gibt, die sich aus der Satzlogik heraus ergeben und so auch den Sprechern hätten auffallen dürfen.

Auch die technische Umsetzung geht insgesamt in Ordnung. Besonders gut hat mir der Musikeinsatz gefallen, der durch die Bank für eine sehr passende Atmosphäre sorgt. Etwas weniger begeistert hat mich hingegen die Geräuschkulisse. Diese ist zwar über den Großteil der Spielzeit durchaus passend, in den actionreichen Szenen wirkt es mir eine Spur zu aufgesetzt, zu plakativ. Das gibt der Produktion einen trashigen Anstrich, der zwar in diesem Genre nicht unüblich ist, aber auf den ich persönlich gern verzichtet hätte.


Auch wenn hier in der Umsetzung (noch) kleinere Mängel enthalten sind, die originelle und gut erzählte Geschichte überzeugen letztlich. Trotz technischer Widrigkeiten gelingt es hier, ein Hörspiel vorzulegen, das nicht nur auf Augenhöhe mit einigen kommerziellen Produktionen ist, sondern auch einige davon deutlich hinter sich lässt.

Da es zudem auch noch obendrein kostenlos angeboten wird, sollten hier nicht nur ausgewiesene Gruselfans mal ein Ohr riskieren.
Ab 09. April 2009, 20:00 Uhr

Kostenloser Download bei

hoerspiel-
projekt.de
   
   
Meine Wertung: + +

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