| Das Attentat |
| |
Autor: |
Graham Greene |
| |
Produktion: |
WDR 1957 |
| |
Regie: |
Ludwig Cremer |
| |
Bearbeitung: |
Max Gundermann |
| |
Länge: |
55 Min. |
Mitwirkende: |
Sir Marcus: Ernst Hetting
William Davis: Arthur Mentz
James Raven: Walter
Richter
Anne Crowder: Annette Schleiermacher
Jimmy Mather: Klaus-Jürgen
Wussow
Saunders: Heinz Schacht
Alice: Sigrun Höhler
Wirtin: Lilly
Towska
Major Calkin: Romuald Pekny
Aky: Werner Lieven
Tiny: Friedl
Münzer, u.a. |
Inhalt: |
Zehn Jahre nach dem Ersten Weltkrieg versetzt die Nachricht, daß der
jugoslawische Minister Mitrovic auf englischem Boden einem Attentat zum Opfer
gefallen ist, die Bevölkerung erneut in Angst und Schrecken. Auch die
Chorsängerin Anne Crowder und der Detektiv-Sergeant Jimmy Mather, die sich an
diesem Abend zum vorletzten Mal vor einer längeren Tournee des Mädchens treffen,
werden von der Nachricht überrascht. Die letzte Verabredung kann Jimmy sogar
nicht mehr einhalten: Während Anne, schon auf dem Bahnhof, auf seinen
Abschiedskuß wartet, hat er den Spuren eines Mannes zu folgen, der gestohlene
Banknoten in Umlauf bringt. Anne muß ohne Abschied fahren, aber im Zug macht sie
eine Bekanntschaft, die sie bald wieder mit Jimmy zusammenführen soll. Bei
diesem Zusammentreffen geht es dann jedoch um mehr als um Liebe, und auch nur am
Rand um gestohlenes Geld.
Graham Greene, geboren 1904 in Hertfordshire,
studierte in Oxford und war Journalist. Er schrieb zahlreiche Bücher, die -
gerade auch durch ihre Verfilmung - international populär wurden. ("Das
Attentat" beruht auf der Vorlage "This Gun
For Hire", die 1942 verfilmt
wurde, dt.: "Die Narbenhand"). Greene selbst unterschied sein Schaffen nach
"ernsten" Romanen und "Entertainment". Er starb 1991 in der Schweiz. |
Bemerkungen: |
Graham Greene liefert mit diesem Gangsterstück eine spannungsgeladene Vorlage,
die man beim WDR auch im typischen Radiostil der fünfziger Jahre umzusetzen
wusste. Das Stück wirkt zwar insgesamt etwas altbacken, weiß aber durchaus zu
unterhalten und ist - trotz seines Alters - noch recht Originell.
Auch wenn
man bei den Sprechern kaum auffällige Namen gibt, an der Leistung tut das keinen
Abbruch, die ist durchgängig solide. Immerhin ein Name fällt direkt auf:
Klausjürgen Wussow agiert hier in seinem ersten WDR-Hörspiel.
Wer auf
alte Radiokrimis steht, sollte "Das Attentat" nicht verpassen - allen anderen
könnte es vielleicht etwas zu "angestaubt" sein. |
|