| Das Ekel aus Säffle |
| |
Autor: |
Maj Sjöwall u. Per Wahlöö |
| |
Produktion: |
WDR/SWF 1979 - Der Audio-Verlag 2007 |
| |
Regie: |
Klaus Wirbitzky |
| |
Bearbeitung: |
Walter Adler |
| |
Länge: |
50 Min. |
| |
|
 |
Mitwirkende: |
Charles Wirths, Christian Brückner, Horst Frank, Herbert Fleischmann, Helmut
Wöstmann, Günther Sauer, Eva Pflug, Gunther Beth, Harry Kalenberg, Jürgen
Scheller, Erwin Schaffner, Barbara Capell, Helge Heynold, Gustl Datz, Michael
Hoffmann, Christian Lindert, Hans-Jürgen Leuthen, Klaus Mehrländer, Gert Haucke,
Michael Thomas, Marianne Lochert

Christian Brückner; Bild: WDR/Klaus Görgen
|
Inhalt: |
Stig Nyman, ein pensionierter Polizist, wird während eines
Krankenhausaufenthaltes auf brutale Art und Weise ermordet. Für Martin Beck, den
Leiter der Stockholmer Riksmordkommission, und seine Kollegen steht außer
Zweifel, daß es sich um einen späten Racheakt handelt: Nyman, der früher in der
Armee Nahkampfausbilder war, hatte auch im Polizeidienst seinen Ruf weg als
"harter Typ". Das Dossier von Anzeigen gegen ihn, auf welches die ermittelnden
Beamten beim Justizombudsman stoßen, belegt ihren Verdacht, vor allem, da keine
dieser Anzeigen jemals weiterverfolgt wurde: Nymans Untergebene hatten seine
Verstöße stets gedeckt. Für Beck und seine Leute ist dieses Dossier jetzt die
erste heiße Spur: Unter denen, die nie zu ihrem Recht gekommen waren, könnte der
Mörder sein. |
|
|
|
Bemerkungen:
Klaus Wirbitzky und Walter Adler haben hier aus einer guten Vorlage auch einen
gut hörbaren Radiokrimi geschaffen. Klingt belanglos, aber das gelingt wirklich
nicht jedem. Auch wenn der Showdown am Ende doch sehr aufgesetzt wirkt und Täter
und Motiv irgendwie aus dem Nichts auftauchen, kann man leichter darüber
hinwegsehen, denn das Stück ist doch durchweg spannend und ordentlich in Szene
gesetzt.
Sehr gelungen ist allerdings die Idee, die Erzählparts zu
verteilen. Hiermit schafft man interessante und originelle Sichtweisen auf den
Fall.
Eine tolle Sprecherriege konnte man für dieses Hörspiel gewinnen.
Ins Auge stechen, bzw. ins Ohr gehen hier natürlich die markanten Stimmen von
Horst Frank, Christian Brückner oder auch Gert Haucke. Aber auch der Rest des
recht großen Casts liefert ordentliche Arbeit ab. Selbst für eine
Radioproduktion ist das mehr als anständig.
Auch bei Musik und Sounds
bekommt man mehr als man bei Kenntnis des Produktionsjahres annehmen würde, bzw.
für ein Radiohörspiel ist das aus heutiger Sicht sogar einen Menge. Da geht es
sogar - gerade beim Showdown - schon mal ordentlich zur Sache.
Insgesamt
eine gute Produktion, die nur unter dem etwas aufgesetzten Ende leidet. Hier
hätte man dem Hörspiel gerne etwas mehr Raum für die Hinführung lassen
dürfen.
Meine Wertung: + + + |
|
|