| Das Gasthaus im Elsass |
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Autor: |
Simenon Georges |
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Produktion: |
SWR 2006 |
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Regie: |
Ulrich Lampen |
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Bearbeitung: |
Renate Greinacher |
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Länge: |
90 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Christian Redl
Monsieur Serge: Rüdiger Vogler
Kommissar Labbé:
Dieter Mann
Inspektor Mercier: Roger Siffer
Mme Keller: Cathy
Dingler
Nic Keller: Guy Riss
Germaine Meurice: Gabriele Köstler
Hélène
Meurice: Antonia Wolters
Bierfahrer: Roland Kieffer
Gredel: Michèle
Mehn
Fredel: Mathias Hecklen Obernesser
Holländer: Herbert
Schäfer
Holländerin: Claudia Hübbecker
Empfangsdame / Hotelbesitzerin
Grandhotel: Laurence Friedrich |
Inhalt: |
Im Elsass, zwischen Gerardmer und Munster, liegt der kleine Luftkurort La
Schlucht. Dort, zu Beginn der dreißiger Jahre, hat Georges Simenon seinen Roman
»Das Gasthaus im Elsass« angesiedelt. In dem bescheidenen Gasthaus wohnt seit
Monaten ein gewisser Monsieur Serge. Ein Mann von fünfzig Jahren, ein
Müßiggänger und Grandseigneur, doch derzeit knapp bei Kasse. Seine Rechnung hat
er auflaufen lassen. Energisch drängen nun die Wirtsleute auf Bezahlung. Just
zur gleichen Zeit werden Gäste aus dem Grandhotel bestohlen. Der Verdacht fällt
auf Monsieur Serge. Überdies ähnelte er einem international gesuchten Betrüger.
Der Fall ist so kompliziert, dass Kommissar Labbé aus Paris anreist und die
Ermittlungen übernimmt.
»Das Gasthaus im Elsass« ist eine spannende
Kriminalgeschichte, eine Liebesgeschichte und nicht zuletzt eine Milieustudie
über den Einbruch der mondänen Welt in den winzigen elsässischen Touristenort La
Schlucht mit seinen engherzigen Bewohnern. Der Roman erschien 1931. Im selben
Jahr trat auch Kommissar Maigret erstmals an die literarische Öffentlichkeit.
Kommissar Labbé wirkt dabei wie ein Vorläufer seines später so berühmt
gewordenen Kollegen: beide sind ruhige, korpulente Kleinbürger, scharfe
Beobachter, ermitteln gleichwohl aus der Intuition heraus. Sie saugen die
Atmosphäre am Tatort auf, studieren die Charaktere und das Beziehungsgeflecht
ihrer Verdächtigen, empfinden sogar Sympathie für sie. Kommissare, die verstehen
wollen, ohne sofort moralisch zu verurteilen. |
Bemerkungen: |
Einen recht gelungenen Krimi präsentiert uns der SWR hier - auch wenn dieser als
"Mundarthörspiel" etwas ungünstig deklariert ist. Das Gros der Handlung findet
schon in hochdeutsch statt, so dass das eher ungewohnte Elsässisch im Rahmen und
das Hörspiel durchaus verständlich bleibt.
Obwohl der Fall recht
originell ist, liegt das Hauptaugenmerk hier sicherlich in der sehr eindringlich
dargestellten Szenerie - Die angenehme ruhige Atmosphäre hat man hier sehr schön
umgesetzt und sorgt so für ein sehr unterhaltsames Hörerlebnis.
Der Krimi
allein bietet schon hörenswertes - aber die sehr gelungene Umsetzung macht das
Hörspiel empfehlenswert! |
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