Die drei ??? (136) Das versunkene Dorf
Autor: André Marx
Bearbeitung: André Minninger
Produktion: Europa 2010
Regie: Heikedine Körting
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Stahlberg / Betty George / Morgenstern
Länge: 69 Min.

Mitwirkende:

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Darren Duff: Jesse Grimm
Taucher Carl: Oliver Böttcher
Taucherin Joan: Christine Pappert
Paul Brooks: Heinz Lieven
Joe Wilcox: Rolf Becker
Cassandra Wilcox: Elke Reissert
Daniel: Jochen Baumert
Henry: Frank Felicetti
Doktor Holloway: Barbara Focke
Cedric Duff: Rolf E. Schenker


Inhalt:

In einem kleinen Bergdorf scheint ein Geist sein Unwesen am nahe gelegenen See zu treiben! Welch dunkles Geheimnis verbirgt sich in den Tiefen des Gewässers? Wer oder was steckt hinter der gespenstischen Erscheinung am Ufer? Die drei ??? gehen auf Tauchstation, um das Geheimnis zu lüften. Und dann entdecken sie das Unvorstellbare…


Bemerkungen: Diese Folge ist die letzte Episode, die sich André Marx für diese Reihe erdacht hat. Nach 27 Büchern, die die Reihe positiv geprägt haben, verabschiedet sich der Autor mit einer richtig guten Geschichte. Die drei Detektive werden darin in ein kleines Dorf gerufen, das an einem See liegt, in dem ein merkwürdiges nächtliches Leuchten auftaucht. Auch wenn dieses Geheimnis sich recht schnell und einfach aufklären lässt, steht es doch am Beginn eines ungewöhnlich dramatischen Falles.

Dieser lebt von einem gut durchdachten, sehr strukturiertem Plot  und einer atmosphärischen Umsetzung. Es gelingt, das Geheimnis des Falles bis zum Ende im Dunkeln zu halten und die Lösung dann recht schlüssig, ohne logische Klimmzüge darzustellen.

Man lässt auch den Fokus auf diesen geheimnisvollen und dramatischen Ereignissen, so dass der Ermittlungsarbeit der drei Fragezeichen hier nicht die ganz große Bedeutung zukommt. Dazu gibt es einige gelungene Elemente, wie beispielsweise eine sehr interessante Tauchsequenz, die sowohl erzählerisch, als auch in der Darstellung sehr hörenswert sind.

Überhaupt ist die Inszenierung hier sehr gut gelungen. Heikedine Körting und André Minninger schaffen es, die Geschichte nicht nur mit einer sehr stimmungsvollen Musikauswahl, in Szenerie und Handlung unterstützen, sie lassen auch die Figuren sehr glaubwürdig von den Sprechern darstellen.
Die drei Protagonisten stechen dabei heraus. Sie klingen sehr lebendig, da sie ihre Texte nicht nur zusammen einsprechen, sondern auch aktiv darstellen und vor allem seit Jahrzehnten aufeinander eingespielt sind. Das kann zwar in Szenen, in denen es turbulent zu geht - beispielsweise auf der Autofahrt zum Dorf - schon mal eine Spur zu wild wirken, insgesamt ist aber diese Agilität ein eher positiver Zug der Reihe und eben auch dieser Folge.
Auch Erzähler Thomas Fritsch gefällt mir sehr gut, da seine ruhige Erzählweise hier besonders gut zum Plot passt. In den Gastrollen stechen insbesondere Jesse Grimm, Heinz Lieven und Rolf Becker mit ihren Leistungen aus dem ohnehin guten Ensemble heraus.


Diese Folge gehört meines Erachtens zu den besten der Reihe - zumindest seit dem Neustart. Eine spannende, unterhaltsame und - vor allem - gut erzählte Episode.


Meine Wertung: + + + +
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