Christian Hagitte & Simon Bertling
(STIL), Stahlberg / Betty George / Morgenstern
Länge:
78
Min.
Mitwirkende:
Erzähler:
Thomas Fritsch
Justus Jonas, Erster Detektiv: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv: Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv: Andreas Fröhlich
Winston Granville: Christian Rode
Matthew Granville: Uwe Friedrichsen
Smithy: Konstantin Graudus
Mr. Jackmore: Michael Brenneck
Prof. Frazier: Wilhelm Wieben
Polizist: Tetje Mierendorf
Inhalt:
Ein neuer Fall bahnt sich an,
ganz nach dem Geschmack der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky
Beach: Ein verschrobener Wissenschaftler bittet die drei ??? um Hilfe
bei der Wiederbeschaffung einer Erfindung, die ihm gestohlen wurde.
Doch dann häufen sich merkwürdige Geschehnisse und
behindern die Recherchen. Natürlich lassen sich Justus, Peter
und Bob zunächst nicht beeindrucken – bis sie um ihr
Leben bangen müssen…
Bemerkungen:
Nach der gelungenen letzten
Folge, Das versunkene Dorf,
schleicht sich in dieser Episode wieder der Alltag ein. Es beginnt mit
einer Geschichte, der es nicht gelingt, den Hörer
über die
recht lange Spielzeit dauerhaft zu fesseln. Spannende Elemente gibt es
zwar, sie sind nur dünn gesäht und stehen recht
allein. Die
Geschichte selbst wird ziemlich gebogen, um den Plot über die
Spielzeit zu bringen. Viel muss konstruiert werden, einiges
funktioniert auch nur, weil die Autorin die Protagonisten richtig dumm
agieren lässt. Dass man in einer Serie, die darauf
gründet,
dass hier drei clevere Jungs agieren, die Älteren mehr als das
Wasser reichen können, kommt bei der großen
Tradition und
der unvergleichlichen Beliebtheit schon dem Tatbestand der Blasphemie
nahe.
Es wäre zu verschmerzen, wenn man im Gegenzug eine richtig gut
erzählte und packende Geschichte serviert bekäme;
davon ist
allerdings diese Episode recht weit entfernt.
Dem illustren Ensemble zumindest hätte man deutlich mehr als
diese
schwache - und in meinen Augen auch ärgerliche - Geschichte
gegönnt. Allerdings können insbesondere Christian
Rode und
Uwe Friedrichsen bei ihren schrulligen Charakteren mit einer sehr
unterhaltsamen Leistung glänzen. Die restlichen Figuren -
sieht
man mal von den gewohnt agilen Drei Fragezeichen selbst ab - bieten
etwas zuwenig Farbe, als das die Sprecher hier sonderlich auf sich
aufmerksam machen könnten. So darf man sich auf solide
Einsätze, u. a. von Wilhelm Wieben, freuen, besondere
Nachhaltigkeit bringt es aber nicht mit sich.
Die Inszenierung ist auf dem gewohnten Niveau. Auch, wenn man hier in
Punkto Atmosphäre und Soundkulisse etwas hinter dem aktuellen
Standard hinterherhinkt, die eigene Liga, in der die Serie am Markt
spielt, zeigt, dass den Fans das gewohnte Flair deutlich wichtiger zu
sein scheint, als eine zeitgemäße
Inszenierung. Nur in
Punkto Musik streut man immer wieder neue Melodien ein, allerdings
haben die hier vertretenen Stücke eher funktionalen
Charakter. Eine besondere Strahlkraft geht in dieser Folge
diesbezüglich kaum aus.
Gerne wird ja bei eher durchwachsenen Produktionen das
Prädikat
"Nur für Fans" vergeben. Bei dieser Folge würde ich
genau das
Gegenteil empfehlen: Denn für Fans der Reihe könnte
das hier
Gehörte zum Teil schon ein wenig an der Ehre kratzen. Die
Geschichte überzeugt zudem nur in wenigen Segmenten.
Highlight ist hier das sehr interessante Ensemble, das allerdings bei
dieser mageren Story etwas verschwendet wirkt.
Leider mehr eine Folge fürs Regal, denn für den
Player.