Christian Hagitte & Simon Bertling
(STIL), Stahlberg / Betty George / Morgenstern
Länge:
65
Min.
Hörprobe:
Mitwirkende:
Erzähler:
Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawcrzeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Titus Jonas: Hans Meinhardt
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Helena Darraz: Ingrid Andree
Morton: Andreas von der Meden
Pritchard: Sascha Rotermund
Sid: Tilman Madaus
Caroline: Celine Fontanges
Sandy: Simona Pahl
Steven: René Dawn-Claude
Ernest: Tim Kreuer
Radioansagerin: Susanne Wulkow
Harvey Griscom: Christian Rudolf
John Dellcourt: Gustav Adolph Artz
Miss Darraz: Sabine Hahn
Inhalt:
Seltsame Vorkommnisse
überschatten die Proben der Laienspielgruppe "Die Masken" im
alten Stadttheater von Rocky Beach: Kulissen verschwinden und eine
Schauspielerin wird hinter der Bühne von einem
grässlichen Phantom angegriffen. Wer oder was treibt sein
Unwesen in dem verwinkelten Theatergebäude? Hängen
die Ereignisse mit der international bekannten Schauspielerin Helena
Darraz zusammen, die in wenigen Tagen nach Rocky Beach kommen will?
Sofort nehmen die drei ??? die Ermittlungen auf. Und es wird
gefährlich...
Bemerkungen:
... aber auch ein bisschen langweilig.
Nach einem interessanten Einstieg - Der Fall startet mal wieder mit
einer ungewöhnlichen Kaufaktion Titus Jonas' - schnuppern die Drei
??? Theaterluft. Hier beginnt es dann auch etwas spröde zu werden.
Das amateurhafte Theaterensemble, das einen großen Gaststar
erwartet, hat ein Problem mit merkwürdigen Sabotageakten. Das ist
nun nicht wirklich originell und neu, einzig, dass der Täter fix
entlarvt - naja, eher verpetzt - ist, ist da schon eher
ungewöhnlich. Doch das "Geheimnis der Diva" rückt ja jetzt
erst in den Mittelpunkt - und da steckt dann schon eine interessantere
Idee dahinter. Allerdings ist u. a. das Thema Beutekunst in einem
Jugendhörspiel, das den Fokus auf der leichten Krimiunterhaltung
hat, nur schwerlich angemessen zu würdigen. So macht man dann auch
hier aus dem guten Gedanken, doch eher eine einfache Geschichte, die
dann auch in einem eher unspektakulären Finale mündet.
Bei einer Stelle bin ich dann aber doch aus der Lethargie geschreckt:
Man rührt hier im Hörspiel die Werbetrommel für die
hauseigne Hörspielserie "Dragonbound". Auch wenn die
grundsätzliche Idee ganz witzig, und esaufgrund der
Kürze auch erträglich ist, wirkt die Aktion aber
auch schon ein wenig plump.
Die Umsetzung ist eher solide, man macht insgesamt zu wenig aus der
Theaterkulisse, und es gelingt auch kaum, durch besondere
Musikstücke etwas Dynamik in die Geschichte hineinzubekommen.
Die Geschichte bedingt ein großes Sprecherensemble. Die
Leistungen gehen weitestgehend in Ordnung, wenngleich ich mir doch
insgesamt etwas mehr Leidenschaft gewünscht hätte. Es gibt ja
hier einige prägnante Charaktere, die aber stimmlich etwas blass
blieben.
Auch diese Folge ist ein eher einfach gelagerter Standardfall, bei dem
Nachhaltigkeit und Wiederhörfaktor doch eher etwas geringer sein
dürften.