| Die drei ??? (147) Spuk auf
Campbell Castle von Marco Sonnleitner Buch und Effekte: André Minninger Redaktion und Geräusche: Wanda Osten Regie und Produktion: Heikedine Körting Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Betty George Europa 2011 63 Min. ![]() Hörprobe: Erzähler: Thomas Fritsch Justus Jonas: Oliver Rohrbeck Peter Shaw: Jens Wawrczeck Bob Andrews: Andreas Fröhlich Adam Campbell: Santiago Ziesmer Henry Campbell: Christian Rudolf John Taylor: Holger Umbreit Edward Crockett: Ben Hecker Mrs. Harkort: Katja Brügger Mr. Prescott: Stefan Kaminski Skinny Norris: Andreas von der Meden Jack Leech: Volker Bogdan Inspektor Cotta: Holger Mahlich Godween: André Minninger Einbrecher: Patrick Bach Max: Tommaso Cacciapuoti Adam Campbell hat ein schweres Erbe angetreten: er muss das imposante Schloss seines verstorbenen Vaters in Schuss halten. Bei einer spiritistischen Sitzung meldet sich dessen Geist und spricht von einem sonderbaren Vermächtnis. Natürlich nehmen die drei ??? die Ermittlungen auf. Mit einem Gespenst, davon sind sie überzeugt, haben sie es nicht zu tun! Bis Peter von einer gruseligen schwarzen Hand ins Meer gezogen wird. Erst in letzter Sekunde kann er gerettet werden. Der Zweite Detektiv ahnt Unheilvolles: Wurde er von einem Wassergeist attackiert? |
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| Bemerkungen: Der Titel der Folge klingt vielversprechend, der Klappentext steht dem in Nichts nach: Gespenster, Schlösser, Testamente - obwohl nicht gerade amerikanische Themen, waren es doch meist Ausgangspunkte für gute Hörspiele mit den drei Detektiven aus Rocky Beach. Formal gesehen ist das auch hier der Fall. Die Idee hinter dem Plot ist zwar nicht neu, aber die Geschichte ist im Grunde richtig gut konstruiert. Was den guten Eindruck aber verdirbt sind die Details der Geschichte und die merkwürdige Szenenauswahl, beziehungsweise Erzählweise. Fangen wir mit Letzterem an: Mehrfach werden spannende Szenen nicht direkt dargestellt, sondern einer späteren Erzählung überlassen. Sicherlich ist es im Hörspiel schwierig, eine Passage ansprechend zu darzustellen, wenn ein Protagonist ganz allein auftritt, aber es stets wegzulassen und auf die spannendsten Momente zu verzichten, ist auch nicht wirklich eine glückliche Lösung. Bei den Details sticht sofort der Rätseltext ins Auge - oder besser ins Ohr. Ich weiß nicht, was hier mehr stört: Die albernen Verse oder die Art, wie die drei Detektive die richtigen Lösungen blitzschnell an den Haaren herbeiziehen. Insgesamt fällt die Geschichte zwar nicht ganz durch, mehr als Durchschnittlichlichkeit kann ich in diesem Punkt aber auch nicht attestieren. Meist konnte ja, wenn der Inhalt schon nicht zu Jubelschreien animnierte, zumindest die Umsetzung etwas retten. Auch das ist hier nur bedingt der Fall. Die guten Vorlagen, im Sinne von Spannung versprechender Lokalitäten, wie das Schloss im Allgemeinen, der Kerker oder die Kapelle im Besonderen, werden kaum genutzt. Hier hätte man gerne etwas mehr Akzente setzen dürfen. Da hätten auch die Sprecher ein wenig mitwirken können, auch sie liefern eher sachlich nüchterne Leistungen ab, richtig in der Szene platzierte Dialoge fehlen zumindest an prägnanten Stellen. Ansonsten ist am Ensemble nichts auszusetzen. Schade, schade, schade - da wäre mehr dringewesen. Sowohl Inhalt als auch Umsetzung haben unnötigerweise Luft nach oben. Das hat man in der Vergangenheit alles schon mal besser gehört und insofern bleibt man hier etwas hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Meine Wertung: + |
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