| Die drei ??? und der seltsame Wecker DVD zur "Live and Ticking"-Tour 2009 Skript und Regie: Kai Schwind nach einer Vorlage von Robert Arthur Musik: Jan-Peter Pflug und Tilman Ehrhorn Europa 2010 144 Min. ![]() Erzähler: Helmut Krauss Justus Jonas: Oliver Rohrbeck Peter Shaw: Jens Wawrczeck Bob Andrews: Andreas Fröhlich Hilda King / Martha Harris / Lady Strathersmith: Luise Lunow Julie Taylor / Balthasar: Cornelia Meinhardt Mr. Felix / Gerald Watson / Hugenay / Jasper: Peter Weis Harry Smith / Gerald "Gero" Kramer / Hauptkommissar Reynolds / Paul: Sascha Rotermund Bert Clock: Jan-Peter Pflug Geräusche: Peter Klinkenberg Ein Wecker, der einen furchterregenden schrillen Schrei ausstößt? Den gibt es tatsächlich und die drei Detektive, Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews müssen versuchen, das Geheimnis dieses seltsamen Fundstücks zu enträtseln. Im Laufe ihrer Ermittlungen folgen sie zunächst der Fährte des exzentrischen Hörspielsprechers Bert Clock, bevor sie einem raffinierten Kunstraub auf die Schliche kommen... BONUS-MATERIAL: - Outtakes aus allen Shows der Tour (47 Min.) - Backstage-Filme (16 Min.) - On Tour (17 Min.) - Interviews (62 Min.) - Audiokommentar zur Show (144 Min.) - Proben (15 Min.) |
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| Bemerkungen: Wie schon zum 25jährigen Jubiläum haben sich die "Drei ???" zum 30. Geburtstag eine klassische Folge ausgesucht, um sie auf der Bühne zu präsentieren. Diesmal allerdings nicht als einmalige Show, hier ging es gleich auf Tournee. Der Aufwand ist mit der "Masters-of-Chess"-Tour nicht zu vergleichen. Hatte man damals "nur" im Sinn, ein Hörspiel live zu präsentieren, geht es beim "Wecker" schon mehr um das Event an sich. Die Geschichte der Vorlage bleibt erhalten, sie wird sogar um einige Szenen aus dem Buch, die in der normalen Hörspielversion fehlen, ergänzt. Daneben gibt es auch eine Vielzahl von Elementen, von kleinen Anspielungen bis zur großen Gesangseinlage, die für einen deutlichen Anteil an Auflockerungen sorgen. Der Spaß steht hier deutlich im Vordergrund. Nicht von ungefähr hat man Kai Schwind, den man ja von der "Ferienbande" kennt, zunächst mit dem Skript, später auch mit der Regie beauftragt. Keine leichte Aufgabe, denn die große Fangemeinde, die mittlerweile zwei Generationen umfasst, dürfte recht unterschiedliche Auffassungen haben, was und vor allem wie so ein Event dargestellt werden sollte. Kai Schwind gelingt ein guter Mittelweg, der sicherlich den Großteil der Fans mehr als zufrieden stellen kann. Wie schon erwähnt, steht der Eventcharakter im Vordergrund, und so sind die überzeugendsten Punkte weniger bei der Story selbst zu suchen. Highlight ist fraglos die Karaoke-Einlage von Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck, die die deutsche Version von "Parole, Parole" sehr unterhaltsam zum Besten geben. Andreas Fröhlich hat hier ohnehin den Schalk im Nacken und gönnt sich immer wieder ein paar kleine Ausbrüche aus dem Skript, ohne die Gesamtwirkung ins Lächerliche zu ziehen. Auch Oliver Rohrbeck und Jens Waweczeck überzeugen mit gewohnt guter Spiellaune. Auch Sascha Rothermund merkt man deutlich an, dass er mit sehr viel Spaß bei der Sache ist. Gleich vier Rollen darf er verkörpern, in denen er sich jeweils auch sehr gut verkauft. Ein Hinhörer ist auf jeden Fall seine gelungene Horst-Frank-Einlage als Kommissar Reynolds. Daneben darf sich Peter Weis ebenfalls mit vier Charateren abgeben. Seine Stimme ist recht zeitlos, so dass er sowohl als jugendlicher Detektivclubanführer, als auch als dessen in die Jahre gekommenen Schauspieler überzeugen kann. Wie auf dem Leib geschrieben ist ihm allerdings die Rolle des Hugenay. Die beiden Damen im Feld haben leider nur kleinere Einsätze, die sie allerdings ebenfalls sehr gut meistern. Helmut Krauss führt wieder als Erzähler durch das Stück und darf auch wie in alten Zeiten auch als Mentor der drei Detektive eine Rolle spielen. Er erledigt die Aufgabe gewohnt routiniert und rundet so das gut besetzte und noch besser agierende Ensemble ab. Ein Star der Live-Performances ist Peter Klinkenberg. Der Geräuschemacher sorgt auch hier nicht nur für eine passende Klänge, sondern auch durch deren spektakuläre bzw. gerade unspektakuläre Erzeugung. Für die stimmige Soundkulisse sorgen die Musiker Tilman Ehrhorn und Jan-Peter Pflug, die diese Aufgabe erstklassig gelöst haben. Sie überzeugen nicht nur mit ihren vorbereiteten, sehr stimmigen und auch gut zur Reihe passenden Sounds, sondern spielen auch live, und das mit einer Vielzahl an Instrumenten, so dass sich hier ein recht breites Spektrum bietet. Nicht nur die Show auf der DVD sorgt für gute Unterhaltung, auch das Bonusmaterial ist durch die Bank sehens- und hörenswert. Schade ist, dass die beiden Hauptdarsteller Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck hier nicht zu Wort kommen - dafür gibt Andreas Fröhlich in den Audiokommentaren - im Gespräch mit Kai Schwind und der Produktmanagerin Corinna Wodrich - einen recht guten Einblick ins Geschehen. Zudem gibt es auch noch viel über in die Arbeit derjenigen, die für den Zuschauer nicht sichtbar sind, zu erfahren. So sorgt das Bonusmaterial für einen unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen, bei dem man letztlich das Gefühl hat, selbst irgendwie zur großen Familie dazuzugehören. Die DVD kann ich nur jedem Fan der "Drei ???" empfehlen. Die Show ist ein tolles Event, das dem Jubiläum der Reihe würdig ist, aber ohne Pathos, dafür mit sehr viel guter und bunter Unterhaltung aufwarten kann. Meine Wertung: + + + + + |
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